Der Welthunger, Corona und die Lockdownmaßnahmen

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Die Welt steht weitgehend noch immer still. Auch wenn die Börsen boomen, wenn die Lockerungsmaßnahmen scheinbar aufgehoben werden – in kleineren Teilen der Welt – und wenn inzwischen wieder Urlaubspläne in den Haushalten dieses Landes geschmiedet werden: Die Corona-Welle hat einen anderen Lebensbereich erfasst, der weitaus dramatischer ist, als dies das Virus bislang direkt anrichten konnte. Das Abschalten der Weltwirtschaft mit Folgen für Lieferketten bis in die letzten Verästelungen der Welt führt zu weiterem Hunger.

Wenn die Weltwirtschaft wie erwartet um mehr als 10 % einbricht, dann fangen wir dies in Deutschland zunächst mit höheren Schulden ab, die aus Geld geschöpft werden, das einfach nur neu gedruckt wird. In der realen Welt jedoch wird es selbst dann, wenn wir jetzt mit mehr Frachtschiffen etc. wieder etwas gegensteuern, massive Ernteausfälle geben. Zahlreiche Produkte, von deren Export Menschen in den ärmeren Gegenden der Welt leben, werden schlicht vernichtet werden. Mit unabsehbaren Folgen. Der Hunger droht.

3,1 Millionen Kinder sterben jährlich wg. Hungerns

Der Hunger oder sehr schlechte Ernährung sorgen weltweit jährlich für 3,1 Millionen tote Kinder. Annähernd die Hälfte (!) aller Todesfälle der Kinder unter der Altersgrenze von fünf Jahren sterben wegen schlechter Ernährung oder wegen Hungers.

822 Millionen Menschen leiden weltweit an einer – messbaren – Unterernährung. Die Anzahl der Menschen, die vom Hunger betroffen sind, steigt seit 2015 wieder. Die zuletzt gemessene Zahl liegt bei den genannten 822 Millionen Menschen, während es 2015 lediglich 784 Millionen Menschen waren. Der Anteil der unterernährten Menschen an allen Menschen weltweit ist bis 2018 auf etwa 10,8 % “gefallen” – im Vergleich zum Jahr 2000, als es noch 14,5 % waren. In Afrika leiden etwa 20 % der Menschen an Hunger.

Zurück zur aktuellen Situation: Unsere Lockdowns haben nicht nur zur Kurzarbeit geführt, sondern auch dazu, dass wir als ohnehin umstrittene Verbraucher für die Produkte u.a. aus Afrika zumindest deutlich schwächer geworden sind. Die unglaubliche Anzahl an Todesfälle, die zusätzlich durch Hunger erzeugt werden wird, taucht in keiner Statistik auf.

 

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