Der Zahlenirrtum rund um Corona

Rund um das Corona-Virus ereilen uns täglich Meldungen zu Statistiken über Verbreitung, Verbreitungsgrad und den Verbreitungstrend. Wir sind darauf angewiesen, uns ein eigenes Bild zu machen oder die Beurteilung der Politik zu überlassen  – auf Basis von Zahlen, die nach Meinung des Medizinstatistikers Gerd Antes „noch viel zu dünn“ seien. Der Statistiker ist Leiter des „Deutschen Cochrane Zentrums am Uniklinikum“ in Freiburg gewesen. Derzeit würden die Zahlen keine verlässliche Planungsgrundlage liefern. Achtung: Das heißt im Klartext – wir wissen bei allen „positiven“ oder „panikverbreitenden“ Zahlen und Meldungen nicht (!), was uns erwartet.

Daten zu Tests nicht aussagekräftig

Praktisch sind auch die Daten zu den Tests, die uns fast täglich geliefert werden, nicht aussagekräftig. Denn die Tests auf das Sars-Cov-2 werden weder an allen Menschen durchgeführt noch an allen Menschen mit ähnlichen Symptomen. Sie werden nicht bei allen Menschen vorgenommen, die aus Risikogebieten gekommen sind oder noch kommen und auch nicht bei all denen, die Kontakt zu Infizierten hatten oder haben. Das bedeutet: Je nach Interpretation der Ausgangslage kann derjenige, der Tests anordnet, zu vollkommen unterschiedlichen Anordnungen und damit auch Ergebnissen kommen.

Das wiederum bedeutet: Die Daten, die auf diesen Tests basieren, sind für eine Bestimmung der Situation nicht geeignet. Erst dann, wenn es eine testunabhängige Studie für Deutschland geben, wüssten wir, wie viele Infizierte es hierzulande gibt und wüssten auch, wie sich die Zahlen entwickeln.

Demnach sind die Trendaussagen, mit denen sowohl die Entscheidungsträger wie auch wir als Bürger konfrontiert werden, fast nicht lesbar. Die Trendaussagen, die aktuelle getroffen werden, beruhen auf dem „Verdopplungswert“. Dies ist solange korrekt, wie a) die Zahlen nach den Tests lesbar wären und b) das Wachstum tatsächlich exponentiell wäre. Da dies nicht der Fall ist, lässt sich aus der Verdopplungsrate nichts mehr schließen. Deshalb gilt: Bleiben Sie bei allen Zahlen, die präsentiert werden – ob „warnend“ oder „beruhigend“, skeptisch.

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