Deutschland 2018/2019: Immobilienmarkt ein Hort der Geldwäsche….

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Bargeld lacht – sofern Sie keine kriminellen oder auch ansonsten zu verheimlichenden Geldquellen haben. Wer sein Geld waschen möchte, muss in Deutschland lediglich den Immobilienmarkt benutzen, meldet nun der „Tagesspiegel“. Beeindruckend, wie einfach dies ist, so meinen Beobachter mit Blick auf diesen Bericht. So wird ein „Beauftragter für Geldwäsche“ namens Enrico Schumacher zitiert, der für eine Beteiligungsgesellschaft von „Berkshire Hathaway“ arbeitet, das Unternehmen, das Warren Buffett leitet. Redliche sollen von unredlichen Käufern unterschieden werden.

Eine Million im Koffer

Er weist daraufhin, dass er täglich E-Mails erhalte, und zwar von „Botschaftern, die mit einer Million im Koffer eine Wohnung kaufen wollen“. Bei ihm würde sofort die Alarmglocke läuten. Grundsätzlich gelte auch bei ihm die Unschuldsvermutung. Überprüft jedoch würden alle….

Cash-Zahlungen sind tabu. Warum? Das wiederum ist das Argument von Bargeld-Gegnern. Wer cash zahlt, der verschweigt die Herkunft seiner Gelder. Das Verfahren nennt sich „Geldwäsche“. Denn wer Einkünfte illegal erzielt hat, muss das Geld nur in den Wirtschaftskreislauf bringen, also einen Gegenwert erhalten – und hat es schon nutzbar gemacht.

Kriminelle würden den deutschen Immobilienmarkt also nutzen, um dort Gelder unterzubringen. Grundlage sind die Grundbücher, in denen sich auch Gesellschaften eintragen könnten, die keinen ordentlichen Stammsitz aufweisen. Briefkastenfirmen also. Mit anderen Worten: Eigentlich jeder. Zudem sind die Grundbücher nicht vernetzt. Demnach kann man sich mit wenig Phantasie vorstellen, dass „Kriminelle“ gleich zig Immobilien mit einer einzigen Briefkastenfirma übernehmen. Und das kann schnell gehen.

Nach offiziellen Schätzungen des BKA und von „Finanzexperten“ seien gut 10 % der jährlich am Immobilienmarkt umgesetzten Gelder Teil der Geldwäsche.

Erschreckend – oder eine Falschnachricht im Zuge der Diskussion um Bargeldverbote? Kritiker verweisen darauf, dass hier unterstellt wird, Geldwäscher würden hohe Verluste „absichtlich“ in Kauf nehmen. Was, wenn Geldwäscher aber einfach anonym Gold kauften. Dies funktioniert bis zu 10.000 Euro, und das täglich bei jedem Händler. Wäre dies nicht einfacher?

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