Deutschland und seine „Wohlfühlschweine“ – wie Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner agiert…

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Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat nun ein neues Konzept vorgestellt. Schweine erhalten künftig ein sogenanntes „Tierwohlkennzeichen“, das Auskunft darüber geben soll, wie „wohl“ sich ein Tier gefühlt haben soll. Laut Klöckner-Ministerium geht es bei der neuen Auszeichnung jedoch nicht darum, das Tierglück zu mehren, sondern die „Vermarktungschancen“ für Landwirte zu erhöhen. Das Geld in Höhe von 70 Millionen Euro wird nach dieser Auskunft in eine „mehrjährige Informationskampagne“ fließen, wie der „Freitag“ berichtet. Landwirte erhalten keine Unterstützung dabei, diese Maßnahmen künftig umzusetzen.

Kennzeichnung freiwillig

Ohnehin wird das Kennzeichen lediglich freiwillig vergeben. Ob die Anforderungen an die verschiedenen Stufen eingehalten werden, prüft wie fast nicht anders zu erwarten denn auch eine private Einrichtung, nicht etwa der Staat mit seinen Behörden.

Kritiker, so der „Freitag“ führen hingegen an, dass selbst die „gesetzlichen Mindeststandards gegen das geltende Tierschutzgesetz“ verstoßen würden. Die Schweine würden in ihrer „artgemäßen Bewegung“ so eingeschränkt, dass ihnen anders als vorgeschrieben „vermeidbare Leiden und Schäden“ zugemutet würden.

Damit passt diese Kampagne und deren Rahmenbedingung zur bisherigen Arbeit der Landwirtschaftsministerin, so Kritiker. Noch immer können in Deutschland Pestizide versprüht werden, um die Produkte vermeintlich zu schützen. Julia Klöckner gilt ohnehin der Lobby der Landwirte gegenüber als eng verdrahtet. Es wäre eine große Überraschung, wenn die vielkritisierten Umstände der deutschen Landwirtschaft sich künftig deutlich bessern könnten – etwa durch ein endgültiges Verbot von Glyphosat oder durch eine artgerechte Tierhaltung.

Aktuell werden vor allem jene Betriebe mit staatlichen Geldern subventioniert, die besonders große Flächen vorweisen können. Dies wiederum ist im Sinne der EU, die „Direktzahlungen“ fordert, damit diese Betriebe überleben könnten. Auf diese Weise jedoch werden die bisherigen Produktionsverfahren auch noch begünstigt, meinen Beobachter. Julia Klöckner stammt aus Rheinland-Pfalz, einem landwirtschaftlich besonders geprägten Bundesland. Sie ist Mitglied einer MERKEL-Regierung, die höchst unglücklich agiert. Weitere Beispiele….

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