Saudis und Israel festigen Allianz gegen den Iran

Kommentar: “Die Sauds und die Bin Ladens waren enge Verbündete der Bush-Familie, die alles in dem 9/11-Angriff zu gewinnen hatte. Die einzige Möglichkeit, die Rolle der Saud-Familie offenzulegen ist, dass ein saudischer Informant an die Öffentlichkeit tritt; aber das wird möglicherweise erst nach dem unvermeidlichen Sturz der saudischen Monarchie der Fall sein. Wie viele Saudis wissen, marschiert die Saud-Familie nicht nur im Gleichschritt mit den Amerikanern und Israelis, sondern ihre Mitglieder sind auch die Nachfahren einer jüdischen Kaufmannsfamilie , die ursprünglich im heutigen Kuwait lebte. Wahhabismus dient in der Tat den Interessen des zionistischen Israel, die beide Extremismus und Sektierertum betonen, was den Nahen Osten in ständiger Unruhe hält und die Herrschaft der wahhabitischen Sauds und der Zionisten erweitert.” link [Kommentar Ende]

Die Sicherheitskonferenz in München deutete auf eine Erneuerung der seit 1979 bestehenden Allianz zwischen Israel und den arabischen Staaten hin, um gemeinsam gegen den Iran vorzugehen. Man war sich einig, dass dies das Chaos im Mittleren Osten lösen würde.

In München fand vom 17. bis 19. Februar die mittlerweile 53. Sicherheitskonferenz im Bayrischen Hof statt. Angesichts der weltweiten Konfliktherde gab es viel Gesprächsbedarf. Im Mittelpunkt des Medieninteresses standen vor allem die Wortmeldungen des US-Vizepräsidenten Mike Pence, des russischen Außenministers Sergej Lawrow oder der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Wenig Aufmerksamkeit wurde hingegen den Aussagen des israelischen Verteidigungsministers, Avigdor Lieberman, und des Außenministers Saudi-Arabiens, Abdel bin Ahmed Al-Jubeir, zuteil. Zu Unrecht, denn hier zeichnet sich die Vertiefung einer seit 1979 bestehenden Allianz ab. Sie könnte darauf hinauslaufen, das Chaos im Nahen Osten mit noch mehr Chaos zu bekämpfen. Denn die Regierungen in Jerusalem und in Riad scheinen entschlossen zu sein, gemeinsam die Konfrontation mit dem iranischen Erzfeind zu suchen.

Es war der Sonntagmorgen, an dem es um die Konflikte im Nahen Osten ging. Die Moderatorin Lyse Doucet, ihres Zeichens leitende internationale Korrespondentin der BBC, hatte es aber schwer, sich gegenüber den Teilnehmern Gehör zu verschaffen. Diese plauderten wie ungezogene Schulkinder und störten damit wiederholt die Abläufe. Eine Rüge der Moderatorin folgte zugleich:

Disziplin ist ein wichtiger Teil der Demokratie. Und wenn Sie nicht wollen, dass die Moderatorin zur Diktatorin wird, dann bitte, bitte, bitte nehmen Sie ihre Plätze ein. […] Die Herren in Uniformen, man müsste doch erwarten, dass Sie als Erste den Befehlen folgen würden.

Der erste Sprecher war Avigdor Lieberman, der auch als Hardliner bekannt ist. Er ist für die israelische Siedlungspolitik verantwortlich und lebt selbst in der Siedlung Nokdim im Westjordanland. Die Moderatorin weist in ihren einleitenden Worten auf die bereits am Vortag diskutierte Diskrepanz in der Position gegenüber dem Iran hin:

Wird er Krieg oder Frieden für den Nahen Osten bringen? Meine Damen und Herren, Avgidor Liberman!

iran276Der Tonfall der Moderatorin ließ es wie den Auftakt zu einem unterhaltsamen Theaterstück wirken. Als Lieberman dann tatsächlich auf die Bühne trat, wurde es doch noch still im Raum. Seine einleitenden Worte begannen mit der Aussage, dass er keine Rede vorbereitet habe, aber einige Hinweise hätte. Die Antwort auf die Frage, die im Raum stand, ob Lieberman für Krieg oder Frieden stünde, folgte prompt:

Meine Damen und Herren, es gibt einen sehr berühmten US-amerikanischen Kommandanten. Er sagte, dass wir im Nahen Osten drei Herausforderungen haben: Iran, Iran und Iran. Und ich kann dies nur mit Nachdruck bestätigen.

Die erste Herausforderung spezifizierte Lieberman weiter. Es seien die iranischen Nuklearambitionen und das ballistische Raketenprogramm. Der Iran schmuggle sehr weit fortgeschrittene Waffen in alle Konfliktgebiete: Jemen, Libanon, Syrien. Die zweite Herausforderung seien die iranischen Versuche, alle Länder im Nahen Osten zu destabilisieren. Das Wunschziel des Iran zur Destabilisierung sei insbesondere Saudi-Arabien. Hier wies Lieberman auf Adel bin Ahmed Al-Jubeir hin, der nach ihm das Wort ergriff.

Hisbollah, Islamischer Dschihad, Huthi-Milizen, schiitische Milizen und viele mehr: Sie alle seien unter dem Mantel der größten und brutalsten Terrororganisation der Welt vereint – der iranischen Revolutionsgarden.

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Zusätzliche Informationen:

Saudi-Arabien – ein Werkzeug des Zionismus

Israel und der geplante neue Krieg in der Levante

Israel und der Krieg im Jemen

“Geheimtreffen”: Sunnitische Staaten befürworten israelischen Angriff auf Iran

Ertappt, Israel orchestriert den Weltkrieg – Gordon Duff

Israels “Endlösung” für Palästina und Groß-Israel

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war.  Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.
Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war. Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.


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5 Kommentare

    • …‚”Der amerikanische Präsident wird ermordet, daraufhin erklärt der Vizepräsident Rußland sofort den Krieg. Praktisch zur gleichen Stunde schon rollen auf der Autobahn bei Passau ungeheure Mengen russischer Panzer nach Westen”….

      So berichte der Zeitzeuge „Gärtner“ nach Bouvier

      • Oh, das wußte ich gar nicht, dass er definitiv vom amerikanischen Präsidenten gesprochen hat.
        Da passt ja wirklich mittlerweile viel zusammen, die Sittenlosigkeit (ich denke dabei an sowas wie Christopher-Street-Day und öffentlich hochgepriesenen Leute wie Conchita Würstchen und diese ekelige Transe, die bei der Grüßaugust-Wahl geladen war), die vielen Fremden, die auf einnmal ins Land kommen, das brennende Paris.
        Allerdings sollte der Angriff der Russen ja in einem Jahr geschehen, in dem der Winter kein Winter war. Das kann man vom heurigen Winter ja nicht behaupten.
        Dauert dann vielleicht doch, wenn der Loisl denn Recht behält, noch ein weiteres Jahr länger. Bis dahin können die Sitten dann ja noch ein bischen mehr verfallen – was wohl ohne großartige Probleme machbar ist, noch mehr Fremde ins Land kommen – stehen ja schon 6 Mio in den Startlöchern, und Paris könnte großflächig brennen.
        Aber wie immer schicke ich ins morphogenetische Feld: Alles wird gut.

        • Ich möchte euch beide mal noch etwas beruhigen – noch ist es nicht so weit … Alles wird gut – das ist viel zu leise – das müsste ein richtiger Aufschrei sein! damit das alle denken – aber dem ist leider nicht so.

          der 3. Weltkrieg wird erst anfangen wenn – bei einer Friedensverhandlung auf dem Balkan! ein Politiker abgemurkst wird… also muss es da nochmal ordentlich Zünden ….

          VORHER – muss erstmal die Wirtschaft zusammenbrechen, das wird in dem Augenblick geschehen wenn die Stadt NewYork durch ein paar niedriggezündete A-Bömbchen in Schutt und Asche liegt – es gibt zu diesem Geschehen noch keinen Krieg in Europa

          Unruhen gibt es in Frankreich – Italien – Spanien und Deutschland ….

          Zum Thema Sicherheitskonferenz 2017

          Die Veruntreuung der Münchner Sicherheitskonferenz
          von Thierry Meyssan

          Die Geschichte bezeugt es: jedes Mal wenn ein System zusammenbricht, bemerken es ihre Führer erst, wenn sie vom Sturm hinweggefegt werden. So waren die wie jedes Jahr in München für ihre Konferenz über Sicherheit versammelten Politiker der Europäischen Union schockiert, als sie Sergej Lawrow über eine post-westliche Weltordnung sprechen hörten. Und dennoch bricht die Welt unter ihren Füßen zusammen: die arabischen Völker widerstehen Kriegen und falschen Revolutionen verzweifelt, während das amerikanische Volk einen Antiimperialisten ins Weiße Haus gewählt hat. Die Organisatoren kümmerten sich nicht darum: sie verteidigten die Interessen des amerikanischen „tiefen Staates“ gegen die Trump-Verwaltung.

          http://www.voltairenet.org/article195342.html

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