Die Bahai-Verschwörungstheorie

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Die Bahai-Verschwörungstheorie

Die Bahai-Verschwörungstheorie besagt, die Anhänger des Bahaitums hätten das Ziel, den Staat Iran und den Islam als Religion zu vernichten.

Was ist laut Bahai-Verschwörungstheorie passiert?
Die Bahai sind eine religiöse Minderheit im Iran, die allerdings nicht anerkannt ist. Seit der Entstehung des Bahaitums müssen ihre Anhänger durch die Geschichte hinweg mit Repressalien durch den Staat Iran leben. Das wurzelt in der Bahai-Verschwörungstheorie, laut der die Bahai den Staat Iran oder den Islam als Ganzes zerstören wollen. Der Islam betrachtet die Bahai als vom Islam Abgefallene und behandelt sie auch politisch als solche.

Die Hintergründe der Bahai-Verschwörungstheorie
Die Bahai stellen im Iran die größte religiöse Minderheit. Hier liegt auch ihr Ursprung; sie verstehen sich allerdings nicht als islamische Sekte, wie beispielsweise in Deutschland lange Zeit von ihnen gesprochen wurde. Das Bahaitum betrachtet Religion als Glaube, der der Wissenschaft und Vernunft nicht widersprechen darf. Sie fixieren sich nicht auf einen Gott, sondern akzeptieren alle als Gott beschriebenen Persönlichkeiten anderer Religionen. Im Bahaitum gilt der Grundsatz, dass sich das Göttliche nicht einmal der Menschheit offenbaren wird, sondern immer wieder in verschiedener Gestalt. In ihren ethischen Grundsätzen propagieren die Bahai beispielsweise durch die Aussage, Mann und Frau seien gleichgestellt, mit dem Islam unvereinbare Grundsätze. Seit der Entstehung des Bahaitums kam es insbesondere im Iran immer wieder zu religiöser Verfolgung der Anhänger – bis hin zur Hinrichtung. Bis heute werden den Bahai aufgrund der Verschwörungstheorie grundlegende Menschenrechte verweigert. Auch hierzulande wurden die Bahai lange Zeit als islamische Sekte betrachtet, lediglich die Verschwörungstheorie erreichte die westliche Welt nicht.

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