Die Deutsche Bank: Der Skandal-Abstieg

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Wer gedacht hätte, dass die Deutsche Bank eines Tages dem Abgrund entgegen gehen könne, wäre vor vielleicht 20 Jahren ausgelacht worden. Die Deutsche Bank ist derzeit kurz vor einer möglichen Fusion mit der Commerzbank angekommen. Möglicherweise, um sich vor der Pleite zu retten.

Der Niedergang

Die „Welt“ hat angesichts des Dramas in der deutschen Bankenlandschaft den fast schon skandalösen Weg nach unten aufgezeichnet. Ein Vorstandsvorsitzender nach dem nächsten jagte unter anderem die Deutsche Bank nach unten. Das hätte früher so nicht passieren sollen oder können, insofern die Deutsche Bank als das Rückgrat dieser Wirtschaftsgesellschaft galt. Zeichnen wir den Niedergang kurz nach.

Der zuerst genannte Bankmanager ist Josef Ackermann. Ein Schweizer, der für riskante Geschäfte stand. Die Deutsche Bank stand unter seiner Führung plötzlich im internationalen Rampenlicht. Er förderte das Treiben seiner sogenannten Investmentbanker. Bank-Managern also, die das Geld der Bank nehmen und in andere Geschäfte „investieren“ müssen, anders als etwa einfachen Beratern im sonstigen Geschäft. Ackermann ist offenbar zu große Risiken eingegangen.

Ein Bankmanager, der dieser Redaktion in Erinnerung blieb, war der in die Kirch-Skandale involvierte Breuer. Der wiederum hatte mit einer laxen Bemerkung über den hochverschuldeten Medien-Investor dafür gesorgt, dass die Deutsche Bank verklagt werden konnte. Geheimnisverrat.

Anshu Jain ist zusammen mit Jürgen Fitschen der angekündigte „Kulturwandel“ nicht gelungen. Die „Investmentbank“ blieb schlicht eine Risikobank. Sie produzierte einen Skandal nach dem anderen, von dem unter anderem die Manipulation des Zinssatzes „Libor“ im Gedächtnis bleibt. Ein teures Vergnügen.

Und aktuell hat die Bank ein Derivate-Volumen von vielen Billionen Dollar am Markt platziert. Geldwetten, die zwar gegenseitig teils abgesichert sind, bei denen aber viele Bankbeobachter einräumen, der Überblick sei schon lange verloren gegangen. Unter dem Strich steht eine angeschossene Bank, die weder noch Rückgrat der Gesellschaft ist noch im Investmentgeschäft an den internationalen Märkten hinreichend gut vertreten ist. Sie ist ein Leichtgewicht. Mit hohem Crash-Potenzial.

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