Die EU: Der Anti-Putin-Plan mit Flüssiggas-Importen aus den USA ab dem 1. November!

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Der Streit um die Energieversorgung in der EU geht in die nächste Runde. Russland liefert per Nord Stream II – künftig -, während die USA Flüssiggas in der EU einführen möchten. Nun hat die EU-Kommission beschlossen, dass sie die schon 2018 um 272 % höheren Importe von US-Flüssiggas bis zum Jahr 2023 auf 8 Mrd. Kubikmeter Jahr für Jahr verdoppeln möchte. Dies wird von Beobachtern als Eingeständnis an US-Präsident Trump gewertet, der mit der Androhung von Zöllen auf den Import von Autos aus der EU einen Handelskrieg vom Zaun gebrochen hatte.

EU lässt sich erpressen

Diese Zugeständnisse wurden in der kritischen Öffentlichkeit in Deutschland schon thematisiert, sind allerdings in der großen Medienwelt bislang vergleichsweise untergegangen. Jean-Claude Juncker erkauft den Handelsfrieden mit Donald Trump – so hätte die Schlagzeile lauten müssen. Stattdessen hat der designierte nächste EU-Kommissionspräsident Manfred Weber von der CSU gegen die Beschlüsse der Union und der Kanzlerin Angela Merkel bereits das Nord Stream II-Projekt angegriffen.

Damit positionierte sich Weber in den vergangenen Tagen eindeutig gegen Putin und zugunsten der USA. Dabei hatte die Bundesrepublik Deutschland bei der Erdgasversorgung bereits die Vorgaben der EU erfüllt. Die EU sieht vor, dass die Mitgliedsländer ihr Gas zumindest aus drei unterschiedlichen Ländern beziehen, um eine mögliche Abhängigkeit zu reduzieren. Deutschland nimmt das Gas dereit aus den Niederlanden, aus Norwegen und aus Russland ab.

Für den Import von Flüssiggas aus den USA werden anders als bei der Pipeline-Lösung „Nord Stream II“ „Terminals“ benötigt. Das Gas wird in den USA komprimiert, gekühlt, in Schiffe verladen und dann in den Ankunftsterminals wieder verarbeitet.

Die EU hat inzwischen einen Milliarden-Betrag für den Bau von Flüssigerdgas-Terminals investiert. Es ist offensichtlich, dass die EU sich mit ihrem neuen Kommissions-Präsidentschaftsfavoriten Weber den USA fügen möchte. Der könnte frühestens am 1. November sein Amt antreten. Selbst wenn der Bau der Pipeline weit vorangekommen sei, wolle er deren Stop prüfen lassen.

Die politische Mehrheit EU stellt sich den USA weiterhin als Absatzmarkt und als Faustpfand in geostrategischen Überlegungen zur Verfügung.

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