Die Exeter-Verschwörungstheorie

Die Exeter-Verschwörungstheorie
Die Exeter-Verschwörungstheorie ist eine angebliche Verschwörung gegen den im Jahr 1538 herrschenden König Henry VIII. Um seine zweite Frau Anne Boleyn zu heiraten, entsagte er der katholischen Kirche, die die Scheidung von seiner ersten Frau nie geduldet hätte. Das Ziel war der Tod des Königs, damit das nicht passierte.
Was ist laut Exeter-Verschwörungstheorie passiert?
Laut Exeter-Verschwörungstheorie sollen mehrere englische Adelige sich gegen Henry VIII. verschworen haben, um durch seinen Tod die Abkehr von der katholischen Kirche zu verhindern. Benannt wurde sie nach Henry Courtenay, 1. Marquess of Exeter, einem Cousin des Königs und einem der Angeklagten im Prozess, den die Exeter-Verschwörungstheorie nach sich zog. Etliche weitere Adelige wurden in diesem Zusammenhang verurteilt und hingerichtet. Die Folge war, dass im damaligen England kaum noch konservative Adelige übrig blieben, die die Reformation und die Gründung der anglikanischen Kirche hätten verhindern können. So existiert diese Kirche bis heute.
Die Hintergründe der Exeter-Verschwörungstheorie
Allein um die Geschichte von Henry VIII und seiner zweiten Frau Anne Boleyn ranken sich mehr als genug Legenden. Sie war Anlass für die Gründung der anglikanischen Kirche, denn sie wollte nicht nur die Geliebte, sondern die Frau des Königs sein. In seinem Versuch, ihr das zu ermöglichen, war Henry VIII bereit, sich von seiner ersten Frau Katharina von Aragon scheiden zu lassen, was zur damaligen Zeit nur in schwerwiegenden Fällen überhaupt möglich war. Die katholische Kirche weigerte sich, die Ehe zu scheiden, die Abspaltung von der katholischen Kirche war unausweichlich, und das wollten viele englische Adelige tatsächlich verhindern.

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