Die geheimnisvolle Aufgabe der „New Alliance for Food Security and Nutrition“ – ein Nahrungsmittelkartell…

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Die geheimnisvolle Aufgabe der „New Alliance for Food Security and Nutrition“ – ein Nahrungsmittelkartell…

Die Welt verhungert und geht zugrunde, klagen Kritiker mit Blick auf eine Organisation namens „New Alliance for Food Security and Nutrition“. Diese Gruppe soll sich nach ihrer Gründung im Anschluss an eine sogenannte Welternährungskrise 2012 darum kümmern, dass die Welt mehr und nicht weniger Nahrungsmittel erhält. Das ist etwas frei formuliert der politische Auftrag. Dahinter verbergen sich die G7, also die sieben „führenden Industriestaaten“, einige international agierende Konzerne sowie zehn afrikanische Nationen bzw. Staaten. Ausgesucht wurde die Gruppe danach, ob die Staaten sich bereit zeigen würden, Investoren ins Land zu lassen, die sich Produktionsfläche, Produktionsmöglichkeiten und Zugriff auf die rechtlichen Rahmenbedingungen zusichern lassen wollten.

Methode: Reich verdrängt arm

Das Problem hat großen Einfluss auf die Migrationsbewegungen, die allüberall beklagt werden. Natürlich fliehen nicht nur politisch Verfolgte, sondern auch sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge. Wer will ihnen den Umstand verdenken, wenn ihr Land nicht mehr unter eigener Verwaltung steht und ihre Produktionsbedingungen von multinationalen Konzernen diktiert werden.

Alles nur linke Wortdrescherei? Wir nennen es „Diktatur“ im freieren Wortsinn, denn die Vorgehensweise ist nahezu erpresserisch. Einer der Hauptwirkungsmechanismen sind die Schulden der früheren oder der sogenannten Dritten Welt. Häufig genug angesammelt durch Diktatoren, die faktisch als Statthalter westlicher Interessen vor Ort von den großen Staaten geduldet wurden oder sogar protegiert worden sind. Dafür haben sie sich einen Teil der Gelder, die sie für das Land im Ausland geliehen haben, gleich selbst einverleibt. Und für ihre Hilfstruppen, Militär wie sonstiges Personal.

Am Ende standen Schulden, die durch hohe Zinsen immer stärker anwuchsen. Also eine Abhängigkeit, die sich wiederum in einer neuen Unterwerfung bemerkbar machte. Der Internationale Währungsfonds IWF sprang ein, ebenso die WHO (Welthandelsorganisation) und die Weltbank. Zur Schuldenbekämpfung – mit rigiden Mitteln. Frische Kredite gab es nur für „Strukturanpassungsprogramme“, also Privatisierungen.

Dies betraf in erster Linie vor allem das Land, das auf diese Weise in der Regel in den Schoß westlicher Konzerne fiel. Hier geht die Geschichte bis heute weiter. Die Großkonzerne lassen Nahrungsmittel oder wahlweise auch Rosen oder ähnlich sinnlose Produkte für den reichen Norden produzieren. Günstig produzieren. Die Süd-Landwirte hingegen können mit ihren Produkten, die nun auf keinen Fall mehr subventioniert werden, auf dem Weltmarkt nicht überleben. Da ist schon wieder der Norden davor – hier mit hochsubventionierten Produkten, die den Markt überschwemmen.

Und so haben die Konzerne und die Politik wie auch Banken den Markt ausgeschaltet – Schulden unterwerfen die Landwirtschaft im Süden den Produktionsbedingungen des Nordens, während subventionierte Produkte aus dem Norden den Markt überschwemmen und die Landwirte weiter in die Armut treiben.

Reich verdrängt arm. Und dies ist auch die Aufgabe der „New Alliance for Food Security and Nutrition“. Davon profitiert unter anderem Nestlé und pumpt überall, wo es möglich ist, vor Ort das Wasser ab – und weg. Wir hatten darüber berichtet.



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