Die Geschäfte des Ex-Generals Wesley Clark im Kosovo

von Timur Blochin

Stimme Russlands

Kosovo-Business von Wesley Clark


Der ehemalige Befehlshaber der NATO-Streitkräfte im Kosovo, der US-General a. D. Wesley Clark, will in die Wirtschaft des Kosovo mehr als 5 Milliarden Dollar investieren. Die ihm gehörende Firma „Enviditi“ ersuchte die Behörden des Kosovo um eine Genehmigung für die Kohlenförderung im Westen der Provinz. Serbien erklärte, es beabsichtige, einen Schutz der dem Staat gehörenden Naturressourcen zu fordern. Aber natürlich hat keiner vor, Belgrad zu fragen. Timur Blochin erläutert die Situation.

Madelaine Albright

Eine Ausraubung ist in der Regel der nächste Schritt nach einer Eroberung. Jene Leute, die 1999 halfen, im Kosovo die albanischen Terroristen-Gruppierungen an die Macht zu bringen, oder die jetzt das Geschehen dort kontrollieren, wissen, nach allem zu urteilen, wie sie an der 1999 durchgeführten sogenannten „DemokratisierungJugoslawiens verdienen können. Die Massenmedien schrieben seinerzeit, der US-Botschafter in Priština Christopfer Dell würde ein Business besitzen, das mit dem Aufbereitungskombinat „Trepča“ im Kosovo verbunden sei. Er investierte auch in den Bau einer Straße aus Albanien nach Kosovo, und er gewährleistet ebenso die Tätigkeit einer Telefongesellschaft im Kosovo, deren größtes Aktienpaket der ehemaligen US-Außenministerin Madelaine Albright gehört.

Hashim Thaçi

Aber zurück zu General Wesley Clark. Er besaß stets ausgezeichnete Beziehungen zur „Regierung“ und zum „Premierminister“ des Kosovo – dem ehemaligen UÇK-Kämpfer Hashim Thaçi. Ja mehr noch, in Priština ist eine Straße nach dem US-General benannt. Das alles ist kaum erstaunlich. Der russische Generaloberst a.D., der Politologe Leonid Iwaschow, hatte bereits während des Prozesses im Fall Slobodan Milošević auf den Bündnis-Charakter der Beziehungen der NATO-Streitkräfte zu den Kämpfern der UÇK (der Befreiungsarmee des Kosovo) hingewiesen. Iwaschow sagte auch, dass General Wesley Clark die Angaben der russischen Aufklärung über die terroristische Tätigkeit der UÇK ignoriert habe. Es ist schwer zu sagen, ob Clark ein guter Militärstratege sei, doch ganz bestimmt besitzt er Geschäftssinn. Es ist so, dass jetzt, vor dem Hintergrund des nicht immer stabilen Erdölmarktes und der Tatsache, dass die Kohlevorräte nicht unerschöpflich sind, die Experten immer öfter von der Perspektive einer Produktion von synthetischem Brennstoff sprechen, darunter auch aus Kohle. Clarks Firma hofft, dass man im Kosovo täglich etwa 100 000 Barrel eines solchen Brennstoffs produzieren könnte.

Hören Sie nun die Meinung des serbischen Journalisten Nikola Vrzić:

„Ich erinnere daran, dass die sogenannte ‚Befreiungsarmee Kosovo‘ für die US-Regierung ursprünglich eine terroristische Organisation war. Plötzlich veränderte sich alles, und wir sehen, dass die UÇK im Grunde genommen eine Bodentruppe für die Allianz wurde, die Jugoslawien bombardierte. Offenbar hatte man in der ganzen Zeit dieser ‚Zusammenarbeit‘, schon ab 1998, miteinander Geschäftsvereinbarungen getroffen. Nun wird endgültig klar, dass die Luftangriffe nicht nur das politische Ziel verfolgten, Kosovo von Serbien loszulösen, sondern auch das ökonomische Ziel, dem Land die riesigen Naturreichtümer seiner südlichen Provinz zu nehmen. Die Kohle ist gewiss der bedeutendste Bodenschatz des Kosovo. Seine Vorkommen werden etwa auf 16 Milliarden Tonnen geschätzt. Das sind 70 % der Kohlevorräte Serbiens. Bei all dem sprechen die Geologen auch von Vorkommen anderer Bodenschätze, von denen viele einfach noch nicht erkundet sind.“

http://german.ruvr.ru/2012_06_27/79509049/

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen