Die Gewaltphantasien unserer Medien: Falsche Zuordnung von Gewalttaten gegen Migranten

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Die Leitmedien haben im ersten Halbjahr 2018 in einigen Meldungen von über 700 Angriffen auf Flüchtende gesprochen und ein Bild von Deutschland gezeichnet, das offenbar aggressiv sein soll. Die Angriffe seien zudem durchgehend politisch „rechts motiviert“, so der Ton. Die Bundestagsdrucksache dazu, die tatsächliche Zahlen präsentiert, hat sich Susanne Baumstark angesehen und auf ihrem Blog Luftwurzel veröffentlicht. Wir zitieren aus den wichtigsten Zahlen, die wir der Bundestagsdrucksache entnehmen. Das Bild, das dort gezeichnet wird, entspricht nicht den Veröffentlichungen.

Pflichtmeldung der Bundesregierung

Die Bundesregierung betont in ihrer Stellungnahme pflichtschuldig, sie veruteile die Anschläge auf Asylbewerber und auf die entsprechenden Einrichtungen, in denen diese wie auch Flüchtende unterkommen, aufs Schärfste. Wir auch – wie vermutlich 99,9 % aller Menschen in Deutschland. Nur dürfen die Zahlen nicht über die Realität hinwegtäuschen.

Die Regierung fasst zusammen: Im zweiten Quartal habe es nach ihrer Kenntnis „keine rechts-extremistischen Demonstrationen bzw. Kundgebungen gegeben, die konkret gegen eine geplante oder bereits bestehende Asylbewerber- bzw. Flüchtlingsunterkunft gerichtet“ gewesen sind.

Es liegen der Bundesregierung auch keine „Erkenntnisse zu Straftaten vor, die in Zusammenhang mit demonstrativen Ereignissen gegen Flüchtlingsunterkünfte stehen“, heißt es in der Bundestagsdrucksache (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/037/1903753.pdf).

Es gebe überhaupt „nur“ (diese Einschränkung trifft die Redaktion) 35 politisch motivierte Delikte im zweiten Quartal 2018 vor, bei denen es um die Unterkunft selbst oder als Angriffsziel ging. 284 politisch motivierte Delikte gebe es, die sich gegen die Asylbewerber bzw. Flüchtenden richteten – außerhalb der Unterkünfte. 279 davon seien „rechts“. 14 Fälle von Angriffen gegen Hilfsorganisationen habe es gegeben.

Zu den aufgeführten Delikten zählen oft Sachbeschädigungen und Volksverhetzungen.

Es habe 57 Verletzte gegeben und keine Verletzte bei Straftaten gegen Hilfsorganisationen.

Unter Nummer 255 findet sich der Eintrag: Sulzbach/Saar, „Verunglimpfung des Bundespräsidenten § 90 StGB“ als Tat gegen Asylsuchende.

Was auch immer dies mit solchen Taten zu tun hat – die Auflistung zeigt jedenfalls ein Land, in dem sich bei Verurteilung aller Straftaten jedenfalls kein Gewaltausbruch ereignet und ereignet hat.



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1 Kommentar

  1. Die Parasiten/Abschaum/Energievampire benötigen fortlaufend “Futter” um ihre elende Existenz hier unter – und zwischen uns – noch zu verlängern !

    Da liegt es doch auf der Hand, dass solche “Szenarien” geradezu dafür geschaffen sind ihnen einen Cocktail-Mix aus Wut und Aggression zu verschaffen.

    Und wenn es nicht den Tatsachen entspricht, erfindet man halt was Passendes um den gewünschten Effekt damit zu erzielen…

    Ich hoffe nur, dass diese Einsicht Früchte trägt und ins Bewusstsein möglichst vieler Mitmenschen eindringt !

    Wenn man einmal deren “Programm” verinnerlicht hat, sind all diese Schreckenstaten erklär- und nachvollziehbar…

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