Die „heimliche“ GEZ-Erhöhung – so plant die Politik

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Die GEZ-Gebühren, der Beitragsservice der Haushalte und Unternehmen an die zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender, werden steigen. Bislang haben sich weitgehend nur die Vorsitzenden von ARD und ZDF dazu geäußert. Der frühere Sprecher der Merkel-Regierung Ulrich Wilhelm also und Thomas Bellut für das ZDF. Die Vorgehensweise ist ausgesprochen interessant, lässt sie doch tief blicken, wie hoch die „Anpassungen“ ausfallen werden.

Index-Orientierung an Verbraucherpreisen? Das wäre zu wenig….

Die Diskussion läuft aktuell darauf hinaus, dass die Fernsehanstalten, also der Beitragsservice, eine Beitragserhöhung in Form der Orientierung an den Verbraucherpreisen verlangen könnten und sollten. Also: Bei einer Inflationsrate in Höhe von 2 % könnten auch die Gebühren entsprechend steigen.

Das Interessante an dieser Rechnung ist nicht nur die automatische und dann nicht ohne weiteres änderbare jährliche Anpassung. Lukrativ wird es, wenn die „Basis“ der Anpassungen auf den Prüfstand kommt. Sie zahlen derzeit mit Ihrem Haushalt 17,50 Euro. 2 % auf diese Basis würden also 35 Cent ausmachen. Besser wäre es, wenn die Basis noch höher wäre. Der Trick des ZDF-Chefs: Schon jetzt gibt das ZDF durch Zugriff auf Rücklagen mehr Geld aus als offiziell bedacht. Der „reale“ Wert der Gebühren betrage daher 18,35 Euro. Eine neue Basis, die dann mehr Geld bringt. Eine heimliche Neuberechnung.

Es geht noch anders: Die Gebühren könnten an sich zunächst angehoben werden. Auf 17,99 Euro beispielsweise, wie es an anderen Stellen heißt. Um eine psychologisch wichtige Marke (18 Euro) nicht zu überschreiten. Und dann erst würde in späteren Jahren die Indexierung greifen. Derselbe Trick: Die neue Basis.

Die neue Basis wirkt sich dann indes nicht nur einmal aus. Sondern weil die nächste automatische Erhöhung dann automatisch eine weitere neue Basis erzeugte (also 2 % höher – auf Grundlage einer zu hohen Basis), pflanzt sich das Modell fort. Es werden Jahr für Jahr Inflationsanpassungen auf einer höheren Basis durchgeführt. Es wird also noch teurer als gedacht. Wir wetten darauf.

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