Die Kongogräuel: Leopold II, königlicher Massenmörder und Ausbeuter

Die Rekolonisierung Afrika

Die Geschichte wiederholt sich. Nach der Kongo-Konferenz 1884-85 fielen die Europäischen Staaten in Afrika ein, um „die Afrikaner vor sich selbst zu retten”. Mit der Behauptung von ihrer intellektuellen und moralischen Überlegenheit, wie es Rudyard Kiplings schamloses, imperialistisches Gedicht widerspiegelt, rissen diese europäischen Mächte die volle Kontrolle über das Land und das Leben ihrer neuen afrikanischen Untertanen an sich. Afrika, das sich noch nicht richtig vom Sklavenhandel erholt hatte, konnte den europäischen Mächten nichts entgegenstellen.

Heute findet eine Re-Kolonisierung des afrikanischen Kontinents statt, diesmal unter Führung der USA, deren illegitime Konzernregierung nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland vor nichts mehr, auch nicht mehr vor dem offiziellen Meuchelmord an beliebigen Personen auf der ganzen Welt,  zurückschreckt.

Der Deckmantel für die Rekolonialisierung heißt  “humanitäre Unterstützung”, ein hinterhältiges Konzept, ausgeheckt vom CIA-Lakaien und ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan unter dem Schlagwort R2P (Responsibility to Protect). Das Prinzip ist einfach. Man provoziert Unruhen, wie z. B. gerade in Syrien, und schreit dann nach Intervention. Anschließend wird das Land in Schutt und Asche gelegt, siehe Libyen.

R2P hat die Souveränität der Staaten untergraben. Die UNO ist mit R2P vollkommen zu einem Instrument der Kolonialisten und Genozidverbrecher verkommen. Diese sind weitgehend identisch mit den Superreichen, dem Hochadel und den globalen Finanzverbrechern.

Libyen, Somalia und der Sudan sind den westlichen Kolonialmächten schon zum Opfer gefallen und balkanisiert worden. Uganda, Mali, die Kongo-Staaten, Sierra Leone… wo man hinschaut, sind die Agenten der Globalen Mafia unterwegs, um Terroranschläge, Putsche und Massaker anzurichten. Man will ungestörten Zugriff auf die Bodenschätze Afrikas, funktionierende Staaten sind da im Wege. Mit der Einrichtung von AFRICOM hat das von London gesteuerte Pentagon der neuen Kolonialpolitik Rechnung getragen.

Balkanisierung afrikanischer Staaten

Leopold II und die Gräuel im Kongo

Leopold II, Schlächter aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha

Unter der Bezeichnung Kongogräuel wurde die systematische Ausplünderung des Kongo-Freistaats durch belgische Exportfirmen bekannt; vor allem die Société générale de Belgique plünderte zwischen 1888 und 1908 mittels Sklaverei und Zwangsarbeit die Bevölkerung zur Kautschukgewinnung aus. Es wird geschätzt, dass zehn Millionen Kongolesen dabei den Tod fanden, etwa die Hälfte der damaligen Bevölkerung.

Leopold II., König (von 1865-1909) des Kunststaates Belgien, der sich 1830 vom Königreich der Vereinigten Niederlande abspaltete und vornehmlich aus dem  Gebieten der ehemaligen Österreichischen Niederlande bestand (und dessen Entstehung ganz sicher im Interesse der City of London stand), stammte aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha und war damit in bester Gesellschaft im europäischen Hochadel.

Er war von kolonialistischen Ideen durchdrungen und gründete in Zentralafrika den Kongo-Freistaat, dessen persönlicher Eigentümer er von 1885 bis 1908 war. Zu dieser Zeit wurde aus dem Kongo vor allem Elfenbein und Kautschuk exportiert. Die einheimische Bevölkerung wurde dabei schwer misshandelt und ausgebeutet.

Der Kongo heute

Trotz seines Rohstoffreichtums zählt der Staat, bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung und jahrelange Kriege, heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen nimmt die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2010 den vorletzten (168.) Platz ein.

Die Geierfonds klagen zur Kasse — diesmal gegen die Demokratische Republik Kongo (DRC)

Dr. Alexander von Paleske — 18.11. 2011 —
Es geht um ein Gerichtsverfahren, dessen Gegenstand erbärmlicher nicht sein könnte: Sogenannte Geierfonds haben alte Kreditforderungen gegen die DRC aufgekauft. Kredite, die meist noch aus der Zeit des Diktators Mobuto Sese Seko stammen – zum Schnäppchenpreis.. Und die sollen jetzt im Gerichtswege in voller Höhe — Profitmarge bis zu tausend Prozent – eingetrieben werden. Es geht um 100 Millionen US Dollar, eingeklagt von dem New Yorker Geierfond FG Hemisphere.

Mittlerweile sind auf diesem Geschäftsfeld mehr als zwei Dutzend Geier unterwegs, die es in den vergangenen Jahren geschafft haben, rund eine Milliarde US Dollar von den ärmsten Ländern der Welt einzutreiben. Weitere 1,3 Milliarden sollen folgen, während gleichzeitig diesen armen Ländern in Schuldenabkommen ein Grossteil der staatlichen Kredite erlassen wurde.

Zwar ist die DRC ein potenziell reiches Land – die Rohstoffreserven werden auf 27 Billionen US Dollar geschätzt, – aber es ist ein Land, dessen Bevölkerung am Hungertuch nagt, nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und persönlichen Bereicherung durch den von Westen seinerzeit alimentierten Diktator Mobuto Sese Seko.

Ein Land, das sich erst langsam von einem von 1998 bis 2003 dauernden Bürgerkrieg erholt, der nach Schätzungen mehr als 4 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, entweder durch direkte Kriegseinwirkung oder indirekt durch die Kriegsfolgen.

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