Die Notenbanken sind am Ende

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Die Bilanz der EZB ist bezüglich der Geldmenge auf Rekordniveau und dennoch will EZB-Chef Mario Draghi die Geldschleusen noch ein weiteres Mal öffnen – d.h. Staatsanleihen kaufen und Zinsen senken. Da der Leitzins jedoch bereits bei 0 % liegt, wohin sollen die Zinsen dann noch gesenkt werden? Es bleibt nur der Minusbereich. Die schlechten Konjunkturaussichten, die schwache Inflation sowie die drohende Rezession am Horizont sorgt bei den „Währungshütern“ für Panik, berichtet „Heise Online“. Auch die Fed signalisierte bereits Zinssenkungen. Andere Notenbanken wie in Australien, Indien oder China sind bereits aktiv geworden und sehen sich genötigt, die Zinsen noch stärker zu senken, als während der Finanzkrise 2008.

Wenn die Zinsen in den Negativbereich gesenkt werden, was ein absolutes Novum wäre, würde noch mehr Geld gedruckt, noch mehr Anleihen von bankrotten Staaten und Unternehmen gekauft und damit die Blase noch weiter aufgebläht werden. Dass diese letztendlich zum Platzen kommen muss, ist unausweichlich. Wie auch 2008 werden die Bürger wieder dafür bezahlen müssen, wenn die ersten großen Banken pleitegehen. Die Deutsche Bank steht bereits auf der Kippe. Geht sie pleite, gerät das globale Finanzsystem ins Wanken – und vermutlich zum Einsturz.

Die Zeichen stehen nun auch in Deutschland auf Rezession. Die deutsche Schlüsselindustrie, die Automobilindustrie, sieht einer Rezession entgegen. Auch die chinesischen Märkte sind am Straucheln. Die PKW-Verkaufszahlen in China sind im Mai um weitere 17 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, so „Heise Online“. Aber auch andere Indikatoren lassen nichts Gutes erahnen: So ist die Rohstahlproduktion im April 2019 in Deutschland um über 8 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Rezession das gesamte Euroland erfasst haben wird.

Draghi kündigte bereits an, „alle Instrumente zu nutzen, die notwendig sind“, um die Rezession aufzufangen. „Ein zusätzlicher Stimulus ist notwendig“, so Draghi. Kenner der Branche vermuten, dass Draghi bei der nächsten EZB-Sitzung am 25. Juli eine Senkung des Leitzinses beschließen wird. US-Präsident Trump kündigte bereits an, eine weitere Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar nicht teilnahmslos hinnehmen zu wollen: „Mario Draghi hat angekündigt, dass weitere Stimuli kommen könnten, was den Euro gegenüber dem Dollar sofort fallen ließe. Das macht es „ihnen“ zu Unrecht leichter, gegen die USA im Wettbewerb anzutreten“, twitterte Trump.

Sollte Draghi seine Ankündigungen wahrmachen, werden wir für die zum Scheitern verurteilte Notenbankpolitik mit einem immer höheren Preis bezahlen. Draghi wird es nicht gelingen, die Rezession aufzuhalten. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis das auf Pump basierende Wirtschafts- und Finanzsystem erneut zusammenbrechen wird. Experten meinen, dass der Zusammenbruch dieses Mal wesentlich dramatischer ausfallen wird, als 2008.

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