Die Papisten-Verschwörungstheorie

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Die Papisten-Verschwörungstheorie

Die Papisten-Verschwörung kam in England zwischen 1678 – 1681 auf und bezichtigte die Katholiken, König Karl II ermorden zu wollen. Sie wurde durch den Kleriker Titus Oates in die Welt gesetzt und führte zu 35 Hinrichtungen und vielen weiteren Verhaftungen katholischer Bürger.

Was ist laut Papisten-Verschwörungstheorie passiert?
Der Bruder des amtierenden englischen Königs Karl II, Jakob II, hätte im Falle seiner Krönung die Rückkehr zur katholischen Kirche in die Wege geleitet. 1678 setzte der anglikanische Pfarrer Titus Oates die Papisten-Verschwörung in die Welt, die das Ziel hatte, Karl II zu ermorden und genau diesen Fall eintreten zu lassen. Nebenbei hätten auch alle anderen führenden Protestanten der anglikanischen Kirche ermordet werden sollen. Oates war aus der Universität von Valladolid und dem Jesuitenorden wegen Unzucht vertrieben worden und gab vor, während seiner dortigen Zeit von den Mordplänen erfahren zu haben und dem Jesuitenorden nur beigetreten zu sein, um sie auszuspionieren. Ihm wurde damals geglaubt, ohne seine Theorien zu hinterfragen oder zu überprüfen, ob die von ihm genannten Namen wirklich Teil einer Verschwörung gegen Karl II waren.
Die Hintergründe der Papisten-Verschwörungstheorie
Ein Freund von Oates, der anti-katholische Geistliche Israel Tonge, meldete die Papisten-Verschwörung dem König. Dieser hinterfragte sie vermutlich deswegen nicht weiter, da sie ihm strategisch gelegen kam. Oates machte eine Aussage und daraufhin wurden die Personen, die er genannt hatte, verfolgt. Die Papisten-Verschwörung hatte somit zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen zur Folge. Insgesamt kam es zu 81 Anklagen und 35 Hinrichtungen.

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