Die Profiteure der IMMOBILIENKRISE in Deutschland: Effizient oder moderne Raubritter?

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Die Wohnungslosigkeit in Deutschland hat inzwischen schon dramatische Ausmaße angenommen. In Berlin sind mittlerweile auf öffentlichen Druck hin zwei Kältebahnhöfe geöffnet worden, um die größte existenzielle Not vor Ort – doch noch – zu lindern. Vor kurzem beleuchtete „Spiegel Online“ die Situation am Wohnungsmarkt aus anderer Sicht: Die Redaktion erinnerte an die „Abschaffung der Gemeinnützigkeit“ im Jahr 1988 und die daraus resultierenden großen Immobilienkonzerne, die Profite erwirtschaften wollen. Die Profitmaschinen jedenfalls laufen recht gut.

Steuerlast für die Wohnungsunternehmen

Die Abschaffung der Gemeinnützigkeit ist zunächst eine scheinbare Bedeutungslosigkeit bzw. sogar ein richtiger Schritt – aus Sicht des Staates. Denn bis 1990 mussten viele der Wohnungsunternehmen, die damit ihre Gemeinnützigkeit verloren, einige Steuern nicht entrichten. Im Gegenzug waren sie an Rahmenbedingungen gebunden, die sowohl die Mieten wie auch den Gewinn beschränkten.

Die Privatisierung ebnete den Weg für solche erfolgreichen Konzerne wie Vonovia, heute im Dax aufgelistet, die Deutsche Wohnen oder auch LEG Immobilien. Vonovia soll in Deutschland alleine mehr als 340.000 Wohneinheiten besitzen. Die Deutsche Wohnen verfügt immerhin über 160.000 Wohnungen, während die LEG 130.000 Wohneinheiten besitzt. Das heißt, viele Wohnungen sind direkt Konzerninteressen unterstellt.

Mit der Aufhebung der Gemeinnützigkeit sind diese Unternehmen deshalb so attraktiv geworden, weil damit Investoren die Chance sahen, durch Sanierungen, durch Investitionen und durch gute Verwaltung die Mieten endlich zu erhöhen. Zudem haben sich auf diese Weise auch die öffentlichen Haushalte saniert, jedenfalls teilweise. Die Kommunen verkauften einfach aus ihren Beständen heraus.

Schließlich wurden die Immobilien in Aktiengesellschaften und auch in offene Immobilienfonds gepackt, um weitere Investoren zu locken. Unter dem Strich führte dies dazu, dass zahlreiche ausländische Investoren in Deutschland investieren konnten (über Aktien und Fonds lassen sich auch Bruchteile erwerben bzw. die Verwaltung delegieren) und hier inzwischen auskömmliche Rendite erwirtschaften. Die Preise explodierten. Und mit ihr – die Effizienz und damit die Versorgung? Die Wohnungsnot spricht dagegen.

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3 Kommentare

  1. Ein Stück Erde für Paare die eine Familie gründen wollen. Ja, da bin ich der Meinung das ist die Zukunft.

    Anastasia appeliert an alle, Frauen und Männer, die eine Familie gründen wollen, 1ha Land auf Lebenszeit zu bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Auf einem Hektar Land kann eine Familie ein Haus bauen und wirtschaften. Auf dem Stück Land sollen keine Steuern erhoben werden. Dieses Stück Land kann nicht verkauft werden aber es kann/soll vererbt werden können. Ein Familiensitz beinhaltet das Pflanzen eines Ahnenbaumes, unter diesem sollten die Kinder gezeugt und auch geboren werden. Mit diesem Ahnenbaum werden Feste gefeiert und soll auch eine Begräbnisstätte der Landsitzer sein. Die Nachfahren werden sich mit Liebe immer an ihre Ahnen erinnern, die diesen Raum der Liebe gegründet haben.

    Die Familienlandsitze sollen so angeordnet werden, dass ein Rätehaus, eine Schule und ein Sanitätshaus Platz haben.

    Auf jedem Familienlandsitz sollte ein Familieneigener See gegraben werden und ein lebendiger Zaun. ….

    Die Familienlandbesitzer gründen mit diesem Hektar Land einen Raum der Liebe. Sie sind frei in ihrem Aktivitäten. Kein Mensch wird ohne Erlaubnis dieses Stück Land betreten oder etwas nehmen.

    Die Menschen in einer solchen Siedlung helfen sich bei größeren Arbeiten gegenseitig.

    Die Menschen werden freidlich auf solchen Familienlandsitze zusammenleben.

    Es gibt dann keine Menschen mehr, die mehr als 1 Hektar besitzen,also
    keine Großgrundbesitzer.

    Es wird Städte geben, die in der jetzigen Form nicht mehr gebraucht werden. Die Fabriken werden von den Familienlandsitzern aufgekauft, abgerissen und in Urbares Land zurückverwandelt.

    Die Menschen versorgen ihre Familien und finden zu ihren Fähigkeiten zurück. Mit den Überschüssen an Obst und Gemüsen, Honig, Nüsse … das alles Genfrei und in Höchster Qualität erzeugt wurde kann verkauft werden.

    Die Menschen werden nicht mehr kriminell werden. Sie werden ein hohe Ethik besitzen und jeden Grashalm, jeden Strauch, jeden Baum, jeden Menschen gut behandeln.

    Ich könnte noch ellenlang weiter berichten. Aber lest die Bücher von Wladimir Megre selber.

    Ich bin gespannt wie man die Menschen, Institutionen, Kommunen, Kirchen dazu bringt ihre 100 – 1000 Hektar Landbesitz für eine gerechtere Verteilung abzugeben.

  2. Wo liegen die tieferen Ursachen, an die niemand rangeht?
    In Deutschland haben ca. 40 % der Bevölkerung ein Eigenheim, das sie selbst bewohnen. 60 % der Menschen besitzen kein Grundeigentum, sondern müssen zur Miete wohnen. Das entsprechende Eigentum an diesen Wohnungen und den dazu gehörigen Grundstücken gehört etwa einem Zehntel der Bevölkerung.

    Das heißt, 60% der Bevölkerung sind existenziell von 10% abhängig und damit ausbeutbar, was ja geschieht.
    Daraus folgt die Problematik des Privateigentums an Grund und Boden (nicht an einer Wohnung)
    So wie jeder Mensch Luft zum Atmen braucht, so auch ein Stück Erde, das er zum Wohnen, Essen, Schlafen und für die Verrichtungen seines Lebens nutzen kann. Der Boden ist notwendige Lebens- und Arbeitsgrundlage aller Menschen. Kein Mensch hat das Recht, andere davon auszuschließen oder ihnen den Zugang durch unberechtigte Bedingungen zu erschweren oder unmöglich zu machen.
    Siehe:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/11/08/soziale-auswirkungen-des-eigentums-an-grund-und-boden/

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