Die Schweiz und das Nazi-Gold: Eine schwerwiegende Geschichte

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Jüngst hat die „NZZ“ aus der Schweiz einen Beitrag zur „Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg“ veröffentlicht. Der Beitrag nimmt Bezug zur Diskussion um die Geschichte der Schweiz bei der Sicherstellung der Vermögenswerte von Holocaust-Opfern durch die Nationalsozialisten und war der Auftakt für eine schwere Krise des Landes im Umgang mit ihrer eigenen Identität. Bis dato hatte sich die Schweiz stets und überall als „neutral“ präsentieren können. Dieses Bild ist mit dem jüngsten Beitrag erneut ins Wanken geraten.

Schweiz: Vermeidbare und unvermeidbare Fehler?

Die Schweiz habe sich die Geschichte erzählt, so der Historiker Thomas Maissen, im Umgang mit den Nationalsozialisten und den Geschehnissen in den 30er/40er Jahres des vergangenen Jahrhunderts, Fehler begangen zu haben. Diese seien teils vermeidbar gewesen und teils unvermeidbar. Dies sei eine „Heldengeschichte“. Die „NZZ“ nun verweist auf Versuche von Kritikern, diese Geschichte zu demontieren, was allerdings nicht gelungen sei – bis dato.

Durch den internationalen Druck infolge der damaligen Veröffentlichungen jedoch bewegte den Bundesrat der Schweiz, eine Bankvereinigung mit der Vergangenheitsbewältigung zu beauftragen. Die durchsuchte sämtliche Geldhäusern in der Schweiz. Das Ergebnis: Gleich 54.000 Konten hätten im Zusammenhang mit dem Holocaust gestanden.

Dabei gründete der Bundesrat 1996 auch eine „Unabhängige Expertenkommission“ (UEK), die ungefähr 40 Wissenschaftler sowie ein internationales Gremium aus neun Köpfen beschäftigte. Die Ergebnisse jedoch riefen damals konservative Kreise auf den Plan, die sich gegen die implizierte Anklage einer ganzen Generation von Tätern wehrte.

Im Ergebnis jedoch zeigte sich die Öffentlichkeit unter anderem durch eine Zahlung der Banken an die Holocaust-Überlebenden in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar letztlich versöhnt mit der Interpretation der Geschichte. Immerhin gelang es der Kommission auch, nachzuweisen, der Krieg sei nicht wegen der Wirtschaftsbeziehungen zur Schweiz verlängert worden.

Dennoch muss schon heute an die damalige Auseinandersetzung erinnert werden, die einen wichtigen Aspekt noch fallen ließ: Die Schweiz hatte den Nationalsozialisten offensichtlich auch geholfen, das konfiszierte Gold der „Raubzüge“ im Osten, also etwa aus Tschechien, zu bunkern oder jedenfalls nach Großbritannien zur dortigen Zentralbank weiterzuleiten. Auch diese Umstände wurden lange Zeit nicht thematisiert – und zeigen doch eine weit engere Verstrickung der Nationalsozialisten, der Schweiz und auch der vorgeblichen Gegner der deutschen Politik, die sich über die BIZ, die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, gut verständigen konnten. Eine noch ausführlicheren Beitrag zu dieser brisanten Geschichte verfassen wir an dieser Stelle…

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