Die Selbstüberwachung: China und jetzt Venezuela – totale Kontrolle

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Die Kontrolle hält Einzug in unser Leben. In China sind die sozialen Medien bereits enorm wichtig, um die Bevölkerung kontrollieren und steuern zu können. Nun berichtet „konjunktion.info“ auch über Venezuela als Land, in dem solche Verfahren etabliert werden. Es gibt eine neue „Identifikationskarte“. Die Bürger sollen damit ihre Aktivitäten transparent werden lassen. Die Daten, die dabei gewonnen werden, lassen sich – natürlich – in einer Datenbank speichern. Interessante Versuche der Kontrolle und Steuerung.

Alles bei der Regierung….

Demnach wird das System in Venezuela von einem chinesischen Unternehmen errichtet: ZTE. Die Technik, die dem Projekt zugrunde liegt, ist überhaupt bei einem Besuch in China in den Fokus der Regierung Venezuelas geraten. ZTE hatte dem Bericht zufolge vor zehn Jahren der Regierung des sozialistischen Landes Venezuela bei dem Besuch das „Social Credit“-Programm vorgestellt.

Das Programm findet sich nun in Venezuela wieder. Es nennt sich: Die „Vaterland-Karte“. Das große Vaterland ist auch in China ein geflügelter Begriff. Die Regierung indes kann dies zumindest international nicht ohne Kontrolle und Kommentare der großen Leitmedien machen. Immerhin: Die „Washington Post“ wird hier mit den Worten zitiert, dass China den „High-Tech-Autoritarismus nach Venezuela“ exportierten würde. Dieser Prozess müsse gestoppt werden, so dass vergleichsweise linientreue Blatt. Die Kritik an solchen Versuchen in den USA würde, so Kritiker, vermutlich geringer ausfallen.

Das Prinzip, das China anwendet, ist relativ einfach. Bestimmte Verhaltensweisen werden sozusagen „belobigt“ und vermerkt. Andere Verhaltensweisen werden mit einem Malus versehen. Wenn dies alles zentral gespeichert und bewertet werden kann, folgt daraus nicht nur eine Kontrolle, sondern mittelfristig tatsächlich eine massive Steuerbarkeit der Bevölkerung. Demzufolge sind die Regierungen, die auf solche Technologien setzen können, künftig ersichtlich stärker.

Doch auch in Kanada sind solche Systeme bekannt. Es gibt Systeme staatlicher ID-Karten, die eine „Trackingfunktion“ haben. Tracking bedeutet nichts anderes, als dass die beobachteten Spuren bei den Bewegungen aufgezeichnet werden.

Nichts anderes allerdings machen im Wesentlichen auch Smartphones bei uns. Wer sich von Navigationssystemen auch noch offiziell orten lässt, wer sein Smartphone mit einer Funktion freigibt, wonach das Telefon „gefunden“ werden kann, wenn es verloren ist, zeigt alle Aktivitäten ebenso freiwillig. In China ist die soziale Kontrolle über elektronische Medien nur deutlicher und damit angreifbarer. Willkommen in der schönen neuen Welt.

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