Die Tierleid-Bilanz von Agrarministerin Klöckner

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Zahlreiche und vollmundige Versprechen hatte Agrarministerin Julia Klöckner gemacht, um das Leid der sogenannten Nutztiere zu verringern. Die “Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt” hat nun Bilanz gezogen. Trotz großer Versprechungen hat sich an vielen Missständen in der Tierhaltung so gut wie nichts geändert. Verantwortliche verstoßen weiter regelmäßig aus wirtschaftlichen Gründen gegen die Rechte der Tiere. Auch für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) scheinen wirtschaftliche Interessen wichtiger zu sein, als das Wohl der Tiere.

Obwohl die katastrophalen Zustände bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU seit Jahren bekannt sind, sieht Klöckner keinen Bedarf, zu handeln. Exportgewinne sind ihr anscheinend wichtiger, denn in ihrer eigenen Bilanz schrieb sie: „Durch mein Ministerium konnten die Absatzmärkte für Tiere und tierische Erzeugnisse in Drittländern (…) erhalten und erweitert werden. Denen, die das millionenfache Tierleid nicht mehr mittragen wollen, wie etwa Veterinärbehörden, wirft Klöckner hingegen „überstürztes Handeln“ vor.

Die betäubungslose Kastration von Ferkeln bleibt ebenfalls bestehen. Frau Klöckner hat sich dafür eingesetzt, dass die Betäubungspflicht bei Ferkelkastrationen um weitere zwei Jahre aufgeschoben wurde. Als Begründung nannte die Agrarministerin die „Wettbewerbsfähigkeit deutscher Schweinezüchter“. Da es aber bereits praxistaugliche Alternativen gibt, ist dieser rein wirtschaftlich motivierte Aufschub verfassungswidrig.

Die Aufzählungen können so weitergehen. Das Kupieren von Schwänzen in der Schweinehaltung ist in Europa nur ausnahmsweise erlaubt. In Deutschland ist es jedoch tägliche Praxis, damit sich die Tiere nicht blutig beißen. Anstatt die ohnehin katastrophalen Haltungsbedingungen zu verbessern, damit Schweine erst gar nicht solche Verhaltensstörungen entwickeln, ist bei der Ministerin das Kupieren „erst ab Stufe zwei ausgeschlossen“ (Haltungsform-Kennzeichnung). Die Kastenhaltung für Schweine lässt Frau Klöckner weiterhin zu, obwohl ein aktuelles Gutachten und ein Gerichtsurteil belegen, dass sie grundsätzlich nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Männliche Küken werden weiterhin wie Abfallprodukte behandelt und bei lebendigem Leib geschreddert.

Fällt Julia Klöckner mit der MERKEL-Union am Ende durch? Viele hoffen es. Lesen Sie hier mehr.

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