Die Unions-Truppen formieren sich: Bosbach für Merz – den „BlackRock“-Lobbyisten

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Der Lobbyist von „BlackRock“ Friedrich Merz darf sich freuen. Mit seinem Kurs in der Union steht er nun nicht mehr allein. Er gab an, das „Abdriften von Teilen der Bundespolizei und Bundeswehr in Richtung AfD“ verhindern zu wollen. Die Union müsse dies verhindern. Horst Seehofer ist der Ansicht, dies sei eine falsche Sichtweise. Wolfgang Bosbach, bewährter CDU-Talker in Fernsehshows, gibt im Recht.

Merz und die „politischen Fehlentwicklungen“

Bosbach nimmt seinen Parteikollegen Merz nach Angaben der „Welt“ zumindest in Schutz. Bosbach verweist darauf, „viele Polizisten“ würden ihm in den zurückliegenden Jahren „ihre Enttäuschung über politische Fehlentwicklungen“ benannt haben, so zitiert die Zeitung die „Passauer Neue Presse“.

Die Polizei sei die Institution, die „die Folgen dieser Entwicklungen Tag für Tag und hautnah zu spüren bekommen“, so der Innenpolitiker. Polizisten erhielten zu wenig Respekt. Zudem würde es vermehrt „auch gewaltsame Angriffe“ gegen die Ordnungshüter geben. Schließlich fehle es an „politischer Unterstützung“, so Bosbach.

Dasselbe gelte für die Bundeswehr. Die habe in den vergangenen Jahren nicht permanent „den Rückhalt erhalten, den die Truppe verdient hätte“, so Bosbach. Daher sei es nicht verwunderlich, wenn „sich einige von den etablierten Parteien abwenden und aus Protest“ die AfD wählen würden. Die Hoffnung der anders Wählenden sei offenbar auf einen „Politikwechsel“ gerichtet.

Horst Seehofer ist anderer Meinung. So ließ der Innenminister gegenüber der Bildzeitung wissen, die Aussage von Merz sei schon vom Ansatz her falsch“. Es sei Verlass auf die Bundespolizei, die dieses Land bereits seit Jahrzehnten schützen würde.

Merz solle die „Bundespolizei nicht als Trittbrett für seine politische Karriereplanung missbrauchen“, stellte Seehofer fest. Sie würde auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. Dies sieht auch Verteidigungsministerin von der Leyen so, die anmerkte, die Bundeswehr würde keiner Partei „gehören“.

Was Friedrich Merz vorhat – als Lobbyist – lesen Sie hier

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