Die verlogene Debatte um die Urheberrechtsverletzungen im Internet

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Bald stimmt die EU – wohl – über die Reform des Urheberrechts im Internet ab. Ende März verlieren Unternehmen und Nutzer ihre Freiheit, so die Meinung der Kritiker. Worum geht es im Kern? Die EU möchte, dass das Urheberrecht und die „Leistungsschutzrechte“ von Künstlern und Kreativen geschützt werden und die Plattformen sowie „Verteiler“ im Internet prüfen, wer die Urheberrechte innehat, wenn eine Datei ins Netz gestellt wird. Kritiker meinen, hier gehe es um Zensur. Die Fakten geben Letzteren eher Recht als der EU. Die dürfte das wissen.

Wer verdient? Die bösen Großen…

Am Ende wird über den in diesem Zusammenhang maßgeblichen und vieldiskutierten Artikel 13 ein großer Teil der bislang und künftig an sich verfügbaren Daten ein Algorithmus entscheiden. Urheberrechte verletzt oder nicht? Das klingt zunächst nach „Schutz“ für die Künstler und Kreativen. Und doch trifft das Gesetz nicht die Realität.
Denn die großen Unternehmen, gegen die es angeblich geht, die Googles und Facebooks dieser Welt, verdienen am Inhalt selbst wenig. Facebook und Google verdienen, wie es zu Recht die Plattform „www.golem.de“ zeigt, an Werbeerlösen. An Einblendungen, die Kunden gegen Reichweite finanzieren.

So viel gibt es für die Künstler und die Kreativen dann dennoch nicht zu verdienen. Auf Google werden oft schlicht Produkte gesucht oder nützliche Tools. Keine kreativen Inhalte. Dafür einen Uploadfilter davor zu setzen trifft den Kern des Problems nicht. Google selbst und auch Facebook können diese Filter setzen, auch für „Youtube“ („Google“). Dann gibt es einige Inhalte weniger. Dafür mehr Werbung oder andere Inhalte.

Kleine und mittlere Anbieter allerdings können sich diese Uploadfilter erst gar nicht leisten. Die würden – teils – schlicht verschwinden. Große Verlage profitieren. Zudem kann niemand erwarten, dass die Uploadfilter nicht reichlich grob die Daten filtern. Lieber zu viel als zu wenig, lautet das Motto. Alles angeblich im Kampf gegen die großen US-Unternehmen. Das ist schlicht und ergreifend im besten Fall nicht zielführend.

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