Die Vertauschungs-Verschwörungstheorie

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Die Vertauschungs-Verschwörungstheorie

Um die französische Königstochter Marie Thérèse Charlotte rankt sich noch eine andere Verschwörungstheorie, die eng mit der Geschichte der Dunkelgräfin von Eishausen zusammenhängt. Sie soll nach der Ermordung ihrer Eltern vertauscht worden sein, damit die arrangierte Ehe mit dem Herzog von Angoulême zustande kommen konnte. Ihren Platz soll die Adoptivtochter ihrer Eltern, Ernestine de Lambriquet, eingenommen haben.

Was ist laut Vertauschungs-Verschwörungstheorie passiert? 
Marie Thérèse Charlotte, Tochter des französischen Königs Louis XVI und Marie Antoinette, erlebte die Ermordung ihrer Eltern während der französischen Revolution mit und soll danach nicht mehr in guter psychischer Verfassung gewesen sein. Arrangiert war jedoch eine Ehe mit ihrem Cousin, dem Herzog von Angoulême. Die Vertauschung wurde von ihren österreichischen Verwandten beschlossen, um das Vorhaben noch zu retten. Vermutlich wurde sie mit ihrer Adoptivschwester Ernestine de Lambriquet vertauscht, denn nach ihr fragte niemand mehr. Die echte Marie Thérèse Charlotte soll als Dunkelgräfin nach Deutschland gekommen sein und die Vertauschung wurde laut Verschwörungstheorie nicht mehr rückgängig gemacht.

Die Hintergründe der Vertauschungs-Verschwörungstheorie 
Als einzige Überlebende der französischen Königsfamilie sollte durch die Heirat der Marie Thérèse Charlotte das Auslandsvermögen der Bourbonen für die anderen noch lebenden Familienmitglieder erhalten bleiben, nachdem sie schon Frankreich verloren hatten. Die Ehe war also nicht unwichtig. Allerdings gab es Zweifel an der psychischen Verfassung von Marie Thérèse Charlotte – es wurde vermutet, dass sie ihren ehelichen Pflichten nicht nachkommen konnte oder gar während ihrer Verhaftung in der französischen Revolution durch Vergewaltigung ungewollt schwanger geworden war.

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