Druck in Unternehmen nimmt zu: Psychische Erkrankungen „teurer“ als die Grippe

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Die Betriebskrankenkassen haben jetzt eine Statistik veröffentlicht, die zu denken geben sollte. Denn die Statistik weist aus, wie sehr der Druck in den Unternehmen den Menschen zusetzt. Die Auswirkungen sind dramatischer als etwa durch die Grippe, so weist es die Statistik aus.

37 Fehltage bei Ausfall

Wer ausfällt, wird demnach im Durchschnitt nach dieser Statistik 37 Tage ausfallen. Zum Vergleich: Krankheiten des Atmungssystems kosten lediglich einen Ausfall von 6,9 Tagen. Krankheiten des Herz- und Kreislaufs-Systems würden 21,1 Tage Ausfall mit sich bringen und die Krankheiten des „Verdauungssystems“ 6,4 Tage. Noch brisanter allerdings ist der Anteil der verschiedenen Erkrankungen an den gesamten Krankheiten in Betrieben.

Dabei sind Muskel- und Skelett-Erkrankungen mit einem Anteil in Höhe von 23,8 % der fast schon unangefochtene Spitzenreiter. Die Nummer drei allerdings sind bereits die „psychischen Störungen“ bzw. Erkrankungen („Störungen“ ist hier ein Begriff des Dachverbands der Betriebskrankenkassen). Deren Anteil liegt bei 15,7 % aller Erkrankungen. Die Nummer zwei sind Krankheiten des Atmungssystems gewesen, die teils nach Meinung von Beobachtern allerdings selbst schon Ausfluss bestimmter psychischer Belastungen seien. Schließlich sind an Position Nummer vier – bis auf die „sonstigen Ursachen“ bereits „Verletzungen und Vergiftungen“, die einen Anteil von 11,2 % ausmachen.

Infektionen nehmen lediglich einen Anteil von 4,8 % ein und die Erkrankungen des Verdauungssystems einen Anteil von 4,6 %. Infektionen sind demgegenüber mit einem Anteil von 4,8 % minimal brisanter. Das Herz- und Kreislauf-System hingegen ist mit 4,1 % hinsichtlich des Anteils deutlich geringer.

Die Statistik weist auch aus, dass Unternehmen inzwischen deutlich mehr für Erkrankungen aufwenden müssen – auch dies ein Indiz für die Zunahme der Erkrankungen am Arbeitsplatz. So sind die Gesamtausgaben im Jahr 2010 mit immerhin 37,3 Milliarden Euro demnach deutlich geringer gewesen als für 2018 mit 61,9 Milliarden Euro. Der Anstieg um mehr als 20 Milliarden Euro entspricht immerhin einer Zunahme in Höhe von über 50 %.

 

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