Eine dubiose “Initiative” beschäftigt sich mit Syrien

Kommentar: Sie lassen nicht locker – eine Neuauflage der Freunde Syriens?

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Die „Weisen“ für Syrien

Die merkwürdigsten Initiativen für Syrien häufen sich.

Das Center of Political and Foreign Affairs (CPFA), ein mit der Ölindustrie verbundener Arbeitskreis, hat am 18. September 2015 um ein Dutzend „Weiser“ herum ein Arbeitstreffen in Astana, Kasachstan, organisiert, um den Frieden in Syrien zu diskutieren.

Den Vorsitz des CPFA mit Sitz in Paris hat Fabien Baussart, der Lebensgefährte von Randa Kassis, ehemals Mitglied des Syrischen Nationalrats und Begründerin des Mouvement de la société pluraliste (auf dem Foto die junge Frau links).

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Die Teilnehmer wurden im Palais Bastana durch den Präsidenten Nursultan Nasarbajew empfangen, der dem kasachischen Fernsehen zufolge sich darauf beschränkte, eine Rede über die Weltlage im Allgemeinen zu halten, ohne das Thema Syrien anzupacken.

Präsident Nasarbajew wird übrigens vom 2. bis 4. Oktober Gastgeber eines neuen Diskussionskreises zwischen verschiedenen Flügeln der syrischen Opposition sein, der auch in Astana stattfindet.

Der Rat der „Weisen“ besteht namentlich aus:
- Mohamed el-Baradei (ehemaliger Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, Friedensnobelpreisträger, ehemaliger Sprecher der ägyptischen Muslimbrüder, früherer Vizepräsident von Ägypten);
- Bernard Kouchner (Mitbegründer der Médecins sans frontières [Ärzte ohne Grenzen], dann der Médecins du monde, Repräsentativer Administrator der UN für Kosovo, ehemaliger französischer Außenminister);
- Rigoberta Menchú (Verteidigerin der Mayas von Guatemala gegen die Diktatur des protestantischen Pastors Efraín Ríos Montt, Friedensnobelpreis);
- Rajendra Kumar Pachauri (früherer Präsident des IPCC [Weltklimarat], zurückgetreten wegen des Vorwurfs sexueller Belästigungen, Friedensnobelpreis);
- Schimon Peres (ehemaliger Terrorist der Hagana, Mitbegründer des Staates Israel, Verantwortlicher für dessen Nuklearprogramm, Friedensnobelpreis, ehemaliger Präsident des Staates Israel);
- César Gaviria Trujillo (ehemaliger Präsident des Drogenstaates Kolumbiens und Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten);
- Lech Wałęsa (Mitbegründer der Solidarność, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Präsident Polens, Berater der tunesischen Muslimbrüder [1]);
- José Luis Rodríguez Zapatero (früherer spanischer Ministerpräsident).

Die Hälfte dieser Persönlichkeiten war noch nie in Syrien.

Präsident Nasarbajew hat Präsident Peres, dessen Staat trotz Verfügungen des UN-Sicherheitsrats illegal die syrischen Golanhöhen besetzt hält, unter vier Augen empfangen.

Übersetzung
Sabine

[1] “Democrazia polacca in Africa”, di Manlio Dinucci, Il Manifesto (Italia), Rete Voltaire, 2 giugno 2011.

Quelle: http://www.voltairenet.org/article188924.html

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