EINSCHREITEN: Fertiggerichte mit alarmierenden Folgen – CDU-Ministerin setzt auf „Freiwilligkeit“

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In Deutschland wird viel reguliert. Ausgerechnet in einem wichtigen Bereich des täglichen Lebens hält sich die Politik weitgehend heraus und wird damit der Volksgesundheit schweren Schaden zufügen. Dies lässt sich jedenfalls mit Blick auf eine Warnung des Verbraucherschutzes befürchten. Der geht davon aus, dass Fertiggerichte ausgesprochen schlechte Gesundheitsnachwirkungen haben.

Fertiggerichte: Salz ein Problem

Das RBB-Verbrauchermagazin „Super.Markt“ jedenfalls hat über eine Untersuchung berichtet, wonach die Fertiggerichte bereits mit einer Mahlzeit die Menge an Salz abdeckten, die wir als Menschen täglich benötigten. Der Salzverbrauch gilt als eine der wesentlichen Ursachen für „Bluthochdruck“ sowie „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“. Wer sich gesund ernähren möchte und das Risiko solcher Erkrankungen als zu hoch einschätzt, sollte Salz reduzieren. Also auch und vor allem Fertiggerichte.

„Nahezu alle Fertiggerichte der Stichprobe decken die Menge an Salz bereits mit einer Portion zum großen Teil oder sogar vollständig ab“, lässt die Ernährungsexpertin Katrin Hofschläger wissen, die für die Verbraucherzentrale in Brandenburg die Untersuchung kommentiert.
Auch die aktuelle Agrarministerium Julia Klöckner warnt bereits. Die aber hat eine „Grundsatzvereinbarung zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten“ vorgestellt, die lediglich „freiwillig“ eingehalten werden muss.

Fertiggerichte stehen auch bei dem Lebensmitteltechnologen Stephan Lück auf dem Index. So sollen insbesondere die „Billigvarianten“ der Fertigprodukte „zum größten Teil aus einem kleinen Chemielabor“ stammen, heißt es in einem Agenturbericht. Die GroKo indes hat diese Erkenntnisse, die nicht neu sind, seit langen Jahren bereits ignoriert. Fett, Zucker und Salzverbrauch in Deutschland sind weiterhin alarmierend hoch.

Das Thema scheint jedoch nach Meinung von kritischen Beobachtern nicht einfach „vergessen“ worden zu sein, sondern gegebenenfalls sogar die wirtschaftlichen Interessen der Industrie zu bedienen. Suchtstoffe erhöhen die Abhängigkeit etwa von Fertiggerichten. Insofern ist schon hier der Ansatzpunkt für die Reform der aktuellen Lebensmitteltechnologie zu sehen. Nur: Die GroKo hat kein Interesse daran. Wetten, dass?



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