„Endlich“ sagt es einer: Arbeiten bis 69 Jahre – und vier Monate

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In Deutschland wird zu wenig gearbeitet, meinen jetzt die Forscher der „Bundesbank“. Die „umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung“ würde ansonsten unter erheblichen Druck geraten. Vor allem ab Mitte der 2020er Jahre würde der Druck bereits zunehmen. Es würde „Anpassungsbedarf“ geben – eine der bedeutendsten Stellschrauben: Das Rentenalter.

67 Jahre reicht nicht

Schon seit 2020 steigt das Lebensalter, das den Eintritt in die gesetzliche Rente ermöglichen soll. Ab 2031 sollen die künftigen Rentner 67 Jahre alt sein. Dies dürfte dann jedoch immer noch nicht ausreichen, so auch die Bundesbank. Sie fordert, das Rentenalter müsse bis zum Jahr 2070 bis auf 69 Jahre und vier Monate steigen.

Dies entspreche auch den Anregungen solcher internationaler Organisationen wie der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)“ oder dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Auch die EU-Kommission formuliert ähnliche Wünsche und „Anregungen“. Mit anderen Worten: Der Druck auf die bestehenden Rentensysteme wird gerade von Seiten der Institutionen internationaler Art immer größer. Deshalb wird das Rentenpaket der Regierung zur Makulatur.

Bis 2025 wird das Absicherungsniveau bei 48 % (der früheren Einkommen) liegen. Auch wird der Beitragssatz nicht auf mehr als 20 % des Einkommens angehoben. Dies wiederum ist aus Sicht der Unternehmen wichtig, die sich hälftig an den Renteneinzahlungen beteiligen (müssen).

Zum Klartext: Danach wird es weitere Anpassungen geben, vermuten Beobachter. Olaf Scholz von der SPD hatte zwar vor Monaten bereits geäußert, die bisherigen Regelungen könnten weit darüber hinaus gelten, dabei jedoch offenbar nicht allzu ernst gemacht. Ein Wahlkampfversprechen. Wenn die verlangten Maßnahmen greifen, ist die aktuelle Politikergeneration bei weitem nicht mehr im Amt. Insofern dürfen hier heillose Versprechungen gemacht werden. Was die Politik in der Frage der Rentenpolitik künftig wirklich möchte, lesen Sie hier.

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