ENTHÜLLT: Der Dieselskandal ist bereits drei Jahre alt – Besserung ist nicht in Sicht

Quelle: Papuchalka - kaelaimages / shutterstock.com

Der Dieselskandal hat dieser Tage Geburtstag. Seit drei Jahren kämpft die Autoindustrie mit immer neuen Enthüllungen. Es wurde offenbar betrogen – und dies offensichtlich, so jedenfalls der Eindruck, mit Wissen und teils unter Anleitung der jeweiligen Führungspersonen. Dabei haben die USA dem Volkswagen-Konzern auf den Finger geklopft bzw. die Motorhaube gelüftet. In Deutschland passiert nichts. Oder so gut wie nichts. Seit drei Jahren. Alles, was den Regierungen hier einfällt, sind Fahrverbote in diversen Kommunen.

Fahrverbote statt Schadenersatz

Die US-Industrie wollte nach Meinung diverser Kommentatoren dem Volkswagen-Konzern natürlich schaden. Dies jedenfalls ist der Eindruck, der sich dadurch verfestigt, dass ausgerechnet die deutschen Autokonzerne in den USA unter besonderen Druck geraten sind. Daimler und andere können ein Lied davon singen, heißt es.

In Deutschland war drei Jahre lang fast durchgehend Ruhe. Die Autoindustrie und namentlich VW wurden geschont. Investoren wie Aktionäre, Banken, die Versicherungen und Fondsgesellschaften möchten Schadenersatz wegen der entstandenen Gewinn-Beeinträchtigungen auf Unternehmensebene (Aktionäre sind Eigentümer) sowie bei den Kursen durchsetzen. Die Regierung hielt lange Zeit still.
Inzwischen sind annähernd alle Klagen dazu „ausgesetzt“. Lediglich ein Musterverfahren am Oberlandesgericht Braunschweig wird die Richtung noch vorgeben.

Doch die Regierung reagiert und reagiert nicht. Der Knackpunkt sind Hardware-Nachrüstungen, die von der Industrie durchgeführt werden müssten. Diese jedoch sind teuer und sollen – so die Politik bislang – nicht veranlasst werden. Erst jetzt – im Vorfeld der nächsten Landtagswahlen -, können sich auch Politiker der Union vorstellen, dass Hardware-Nachrüstungen erforderlich sind.

Nach drei Jahren Tiefschlaf. Bußgelder sind bislang nicht vorgesehen, stattdessen wird noch laut darüber diskutiert, wer etwa die bisher geplanten Software-Updates finanzieren müsse. Zudem werden auch die Opfer der Fahrverbote in Stuttgart faktisch verhöhnt. Denn zu deren Schutz passiert – nichts.



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