Epstein-Andrew-Skandal: Büchse der Pandora geöffnet

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Nach dem Interview des britischen Fernsehsenders BBC mit Prinz Andrew, haben sich Sponsoren des Prinzen zurückgezogen. Dass Prinz Andrew in dem Interview durchweg log, war offensichtlich. Sowohl die Aussagen des Epstein- und Andrew-Opfers Virginia Roberts als auch zahlreiche Fotos belegen, dass die Vorwürfe gegen den zweiten Sohn der Queen nicht haltlos sind.

Es ist für die Öffentlichkeit daher unverständlich, weshalb Andrew das Interview überhaupt gegeben hat. Medienberichten zufolge soll die Queen dem Interview zugestimmt haben. Das BBC-Interview hat aber die Lage von Prinz Andrew nicht verbessert. Im Gegenteil, auch das Ansehen der royalen Familie ist beschädigt. Wurde die Royal Familiy und Prinz Andrew gezwungen, das Interview zu machen?

Mehrere Unternehmen und Universitäten gingen nach dem Interview auf Distanz zu Projekten des Herzogs von York. Sie fürchten offenbar um ihre Reputation, wenn sie mit Prinz Andrew in Verbindung gebracht werden. Am Mittwoch veröffentlichte Prinz Andrew eine Mitteilung in den sozialen Netzwerken. Darin kündigte er seinen Rücktritt von allen offiziellen und öffentlichen Ämtern an und bot seine Unterstützung für die Untersuchungen im Fall Epstein an.

Zu den Ereignissen könnte Andrew möglicherweise bald von Beamten der US-Ermittlungsbehörde FBI befragt werden. Das forderte unter anderem die amerikanische Opferanwältin Gloria Allred. Sie vertritt mehrere Epstein-Opfer. Müsste Andrew unter Eid aussagen, würde er Gefahr laufen, sich mit einer Falschaussage strafbar zu machen. Andrew schrieb in seinem Statement, dass er „gewillt sei, den Behörden bei ihren Ermittlungen zu helfen, falls dies nötig sein sollte.“

Die ehemalige Frau und Vertraute von Jeffrey Epstein und mutmaßliche Drahtzieherin des Mädchenhandels, Ghislaine Maxwell, ist unterdessen abgetaucht. Maxwell wird von Anwälten und Behörden gesucht, ist aber nicht aufzufinden. Ihr wird vorgeworfen, eine zentrale Rolle bei der Organisation des Missbrauchs junger Mädchen durch Epstein gespielt zu haben. Andrew erklärte auch, Maxwell habe ihn mit Epstein bekannt gemacht. Wie der britische „Guardian“ berichtet, soll Maxwell zuletzt im August in einem Fast-Food-Restaurant in Los Angeles in der Öffentlichkeit gesehen und fotografiert worden sein. Ihre Anwälte verweigern bislang jegliche Auskunft über ihren Verbleib.

Gegen Maxwell sollen bereits mehrere zivilgerichtliche Verfahren laufen, ob es auch eine strafrechtliche Anklage geben wird, ist noch offen. Bundesbehörden teilen regelmäßig mit, dass die Ermittlungen zu den Vorwürfen gegen Epstein auch nach dessen mutmaßlichem Tod noch weiterlaufen und sich auf die Rolle möglicher Mitwisser und Beteiligter konzentrieren. Hier lesen Sie mehr dazu…

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