EU-Kommission will KI-Überwachung durchsetzen: Maschinenlernen gegen Menschen

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Künstliche Intelligenz gilt in vielen Debatten ohnehin als umstritten. Ein neuer Coup der EU-Kommission dürfte jedoch die Kritik lauter werden lassen. Die EU möchte einem Bericht auf heise.de zufolge gleich 20 Milliarden Euro in die Erforschung der „Künstlichen Intelligenz“ bzw. deren Weiterentwicklung investieren. Dabei soll es vor allem um die Bereiche „Migration“ sowie die „Infrastrukturüberwachung“ gehen. Geoinformation sowie Erdbeobachtung sind die Einsatzfelder. Kritiker warnen.

Beobachtung automatisiert – die Folgen auch….

Im Einzelnen wird die EU dabei ein Programm namens Copernicus betreiben. Dabei geht es dem Bericht nach um sechs radarbasierte und optische Satelliten. Die Bilder, die dabei erzeugt werden, sollen ebenso wie die sogenannten „Geodaten“, die sonstige Informationen abbilden, „für Umwelt- und Sicherheitsbelange“ eingesetzt werden. Frontex etwa wird im „Sicherheitsbereich“ als Hauptabnehmer gesehen. Das „Grenzüberwachungssystem Eurosur“ kann mithilfe reiner Algorithmen, also automatisierten Programmabläufen, „verdächtige von unverdächtigen Schiffen unterscheiden“.

Dramatischer jedoch wird offenbar – aus Sicht der Kritiker – der Einsatz zur „Politikumsetzung und Politiküberwachung“ in Sachen Klimawandel, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Cybersicherheit oder auch Umweltschutz. Auch für den Katastrophenschutz möchte die EU die künstliche Intelligenz zur „faktengestützten politischen Entscheidungsfindung“ einsetzen.

Programme also können dann nach Meinung der Politik „Krisen“ rechtzeitig erkennen und entsprechend gegensteuern. Um dies zu gewährleisten, stellen die Behörden „verfügbare Daten“ aus dem Internet oder eben den eigenen Datenbanken bereit. Daten, die im wesentlichen von Personen handeln. Also von uns. Das Verteidigungsministerium forscht in eine ähnliche Richtung – hier zusammen mit dem US-Giganten IBM.

Das Papier beschreibt nicht mehr oder weniger als eine sehr effiziente, automatisierte Datenerhebung – aus dem All heraus, jedenfalls u.a. -, Verknüpfung mit vorhandenen Bestands- und Bewegungsdaten und daraus resultierenden „politischen Entscheidungen“. Kritiker meinen, es fehle im Zweifel und Ernstfall nur noch der automatisierte Einsatz von Drohnen. Demokratie im Sinne der „Mitbestimmung“ oder „Abstimmung“ ist hier offensichtlich nicht mehr gefragt. In der effizienten Welt von morgen.



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