EU muss Hisbollah auf die Terrorismus-Liste setzen

Benjamin Netanjahu
Der israelische König Benjamin Netanjahu hat die Europäische Union aufgerufen, die libanesische schiitische Hisbollah-Bewegung insgesamt und nicht nur ihren militärischen Flügel, wie die Europäer am Vortag beschlossen hatten, als terroristische Organisation einzustufen. Den von den Außenministern der EU-Länder gefassten Beschluss bezeichneten die israelischen Behörden als Ergebnis ihrer "Aufklärungsarbeit".

Nach einem Artikel aus Voltairenet.org vom 23. Juli 2013

Die in Brüssel am 22. Juli 2013 versammelten Außenminister der Europäischen Union haben den militärischen Flügel der Hisbollah auf der europäischen Liste terroristischer Organisationen gesetzt.

Diese Registrierung soll alle im Gebiet der Union begangenen terroristischen Handlungen ahnden. Trotz der Dementis der Hisbollah argumentierte der Rat, dass dies mit dem Angriff auf einen israelischen Bus in Burgas (Bulgarien) am 18. Juli 2012 der Fall sei . Damals hatte die bulgarische Regierung von Bojko Borissow (Mitte-rechts) dort eine Hisbollah-Aktion gesehen. Jedoch wurde diese Meinung von seinen Nachfolgern (Mitte-Links) bestritten. [1]. Vielmehr soll der Mossad in den Anschlag verwickelt gewesen sein.

In Wirklichkeit kommt der Entschluss, den libanesischen Widerstand als Terror-Organisation einzustufen, auf Betreiben Israels und der Vereinigten Staaten zustande. Er wurde von den Kriegstreibern William Hague (Britannien, das “Groß” lassen wir weg) und Laurent Fabius (Frankreich) vor den Europäischen Rat gebracht. Der Libanon hatte die Europäische Union vor der Eintragung in die Terroristen-Ausbildungsliste einer Organisation gewarnt, die an seiner Regierung teilnimmt. Letztendlich hat der Rat dem Antrag von Tel Aviv und Washington nur teilweise Rechnung getragen, indem er eine Unterscheidung zwischen dem politischen und militärischen Flügel der Hisbollah macht.

Diese Unterscheidung stimmt nachdenklich: der bewaffnete Arm der Hisbollah ist legitim, weil er mehrere Male die israelischen Eindringlinge besiegt hat. Man tritt der Hisbollah zur Verteidigung seines Landes bei und gewinnt dabei nichts anderes, als die Möglichkeit, sein Leben zu verlieren. Der politische Flügel leidet leider an dem gleichen Übel, das alle politische Parteien im Libanon zerfrisst: die Korruption. Es gibt da viele Gelegenheiten sich zu bereichern.

Darüber hinaus ist es das Ideal der Hisbollah-Mitglieder (laut dem Generalsekretärs der Hisbollah Sayed Hassan Nasrallah), sich nicht in die Politik einzumischen, sondern dem Beispiel des Imam Hussein (Enkel des Propheten Mohammet) zu folgen und als Märtyrer auf dem Schlachtfeld zu fallen.

Der libanesische Widerstand, vorwiegend schiitisch, genießt breite Unterstützung, obwohl auch eine Sonderabteilung für nicht-Schiiten existiert.

Die Hisbollah hat das Konzept „Résistance“ [Widerstand] entwickelt, indem sie sich an dem Modell von Charles De Gaulle während des zweiten Weltkrieges orientierte. Er wird heute auf Initiative der französischen Regierung verurteilt.

Der libanesische Widerstand ist die vorwiegende bewaffnete Kraft der ganzen arabischen Welt und in Wirksamkeit selbst den staatlichen Armeen überlegen.

Die offizielle Verteidigungsdoktrin des Libanon ist um das Triptychon “Volk /Armee/Widerstand” organisiert. Jedoch wird diese Lehre seit August 2012 von dem Präsidenten der Republik Michel Sleiman nicht mehr anerkannt.

[1] „Bulgarien hält die Hisbollah nicht verantwortlich für das Attentat von Burgas“, Voltaire Netzwerk, 7. Juni 2013.

Quelle:

http://www.voltairenet.org/article179560.html

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