EUdSSR und das Reich des Bösen denken über Wirtschaftsgemeinschaft nach

Nach Medienberichten führen EU und USA geheime Verhandlungen über die Schaffung einer gemeinsamen Handels- und Wirtschaftsunion.

Das Ziel der Initiative ist die Vereinigung der Alten und Neuen Welt, um ein Gegengewicht zu den schnell wachsenden Märkten in den BRICS-Ländern, vor allem in Indien, China und Russland, zu schaffen.

Deutschland war Ideengeber der wirtschaftlichen Integration der EU und den USA. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte diese Absicht schon im Jahr 2007. Doch der Merkel-Plan gefiel den USA nicht, im Krisenjahr 2008 wurde der Plan dann erst einmal auf die lange Bank geschoben. Nach inoffiziellen Informationen werden derzeit geheime Verhandlungen geführt, die die Bereiche gegenseitiger Investitionen und die Entwicklung von gemeinsamen Standards in der Besteuerung, der Medizin etc. betreffen. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Integration der beiden Wirtschaften alles andere als einfach sein wird. Der Politologe Michail Neischmakow meint, dass dies so angestellt werden müsse, dass die Initiative nicht den europäischen und amerikanischen Unternehmen im Bereich der Hochtechnologien schaden wird.

„Die Schaffung einer solchen Wirtschaftszone könnte einer Reihe von Korporationen auf beiden Seiten helfen. Man sollte aber nicht vergessen, dass hier wie drüben die Produzenten vor allem Hochtechnologien herstellen in Bereichen, in denen sie miteinander konkurrieren. Dies betrifft zum Beispiel die Luftfahrt. Sollte der Weg auf die Märkte der anderen Seite im Rahmen einer solchen freien Wirtschaftszone deutlich erleichtert werden, so könnte den eigenen Großkonzernen dabei eines ausgewischt werden, die miteinander in Konkurrenz stehen.“

Eine transatlantische Wirtschaftszone würde ein gewaltiges Wirtschaftswachs tum sowohl in den USA als auch in der EU ankurbeln. Experten haben berechnet, dass der Wegfall von Steuern auf den Handel das Wirtschaftswachs tum in der EU um ein halbes Prozent, in den USA auf eineinhalb Prozent steigern würde. Das Wachstum antreiben würden eben Exportsteigerung en, der Export könnte sowohl auf europäischer wie auch amerikanischer Seite um ein Viertel anschwellen. Auf diese Weise könnten die USA und Europa ein Gegengewicht zu den schnell wachsenden Wirtschaften der BRICS-Länder bilden. Denn in den letzten Jahrzehnten haben die Europäer und die Amerikaner deutlich an Boden verloren. Maksim Braterski, Professor am Lehrstuhl für Weltwirtschaft der Higher School of Economics*, meint, dass dies nicht alle Märkte betrifft.

*The Higher School of Economics (HSE) was founded in 1992 in Moscow. The HSE alumni are regarded as the most employable in Russia in the sphere of economics. HSE is considered to be one of the top social and economic laboratories in Russia providing academic support for Russian state administration market reforms. It works in close partnership with different international institutions such as the World Bank, the British Council etc.

Europa hat insbesondere in den letzten 10 – 15 Jahren nach und nach an Konkurrenzfähigkeit im Verhältnis zu den Wirtschaften in China und Indien eingebüßt. Dieser Verlust an Konkurrenzfähigkeit ist aber auf bestimmte Sektoren beschränkt, in denen die europäischen Arbeiter durch chinesische oder vietnamesische ersetzt werden können. In anderen Bereichen hat Europa seine Konkurrenzfähigkeit keineswegs verloren, denn ein zweites Rom, Paris oder London gibt es einfach nicht.“

Die meisten Analysten sehen die Chancen einer Wirtschaftszone zwischen den USA und der EU eher skeptisch, denn diese mutet doch eher fantastisch an. Es wäre jedoch unbesonnen, eine solche Union in Anbetracht aktueller Tendenzen wirtschaftlicher Integration in verschiedenen Teilen der Welt völlig auszuschließen. Es ist also durchaus möglich, dass das 21. Jahrhundert zu einer Periode wird, in der sich zwei Wirtschaftsgemeinschaften bilden und die USA und Europa sich gegen den Rest der Welt, einschließlich Asien, „anfreunden“.

http://german.ruvr.ru/2012_12_29/99651471/

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