Europa in der Krise: Zahlmeister Deutschland — Gedanken zu einem Spiegel-Artikel

Gründe warum die EU aufgelöst werden muss
Brüsseler Augiasstall - Narrenschiff Europa

Augiasstall Brüssel
Augiasstall Brüssel

Der wahrheitverliebte Stefan Kuzmany traut sich, bevor es zu spät ist

Unser Kommentar in blauer Schrift!

Der Spiegel schiesst einmal wieder den Vogel ab.  Mir ist fast der Tee im Halse stecken geblieben, als ich den nachfolgendeen Artikel las. Wen wunderts da, dass die Leserschaft dieses Komödiantenblattes sprichwörtlich schmilzt, wie das Eis in der Wüste. So ein windiges Propagandageschreibsel ist schon eine Leistung:

Griechenland ist pleite, Deutschland debattiert: Sollen wir Milliarden für das marode Land an der Ägäis bezahlen, dieses Fass ohne Boden? Soll die Europäische Union etwa endgültig zur Transferunion mutieren? Es ist endlich Zeit für klare Worte, meint Stefan Kuzmany.

Es muss sich doch endlich mal jemand trauen, die Wahrheit zu sagen. Lange genug sind wir beschummelt worden, an der Nase herumgeführt und eingelullt, aber jetzt ist es an der Zeit, Tacheles zu reden – bevor es zu spät ist. Bevor die Europäische Union, der Euro, die gesamte europäische Idee unwiderruflich zerstört ist.

In der Tat sind wir lange genug beschummelt und an der Nase herumgeführt worden. Und zwar von korrupten, unfähigen und nicht gewählten Bürokraten, die uns – ohne uns zu fragen –  in eine von den europäischen Völkern gehasste Kommissardiktatur getrieben haben. Wer hat Griechenland trotz seiner Haushaltsprobleme, die schon vor dem Beitritt bestanden und von denen die machtgeilen Bürokraten wussten, in diese “Union” geholt? Die europäische Idee haben Leute Ihres Schlages kaputtgemacht, die uns mit ihrem orwellschen Srachschatz aus dem Wahrheitsministerium ein X für ein U vormachen, Begriffe verdrehen und den Leuten einlullen wollen, der Alptraum in Brüssel habe keine Alternative.

Wir wollen keine Quecksilberdampflampen anstelle von Glühbirnen, keine geraden Gurken und keine neuen Migrantenströme. Vor allem wollen wir kein Standrecht, wie es in dem hinterfotzigen Globalistenkonstrukt, das sich Vertrag von Lissabon nennt, vorgesehen ist. Und auf die völlig überbezahlten Bürokraten können wir erst recht verzichten.

Also gut: Griechenland ist pleite. Griechenland braucht Geld, um weiterhin seine Beamten zu bezahlen und seine Schulden zu bedienen. Und woher soll das Geld kommen? Von uns, den deutschen Steuerzahlern.

Wie bitte? Wir sollen Milliarden in dieses griechische Fass ohne Boden werfen? Wir sollen dafür aufkommen, dass die Griechen keine oder kaum Steuern bezahlt haben? Wir sollen “das Weiter-Existieren der ägäischen Schlamassel-Republik” (“Bild”) mit unserem sauer erarbeiteten Geld finanzieren? Sollen wir denn etwa direkt in die Transferunion marschieren?

Die griechische Filiale des Europa-Konzerns rentiert sich nicht

Ja, das sollen wir. Denn nichts anderes ist die europäische Idee: Solidarität unter eng befreundeten und wirtschaftlich verflochtenen Staaten. Die einen haben Geld, die anderen haben keines – also helfen die Reichen den weniger bemittelten.

Es geht hier nicht um ein paar Milliarden. Es geht auch nicht nur um Griechenland. Das weiß natürlich Herr Kuzmany ganz genau. Außerdem: Griechenland ist mit Deutschland alles andere, als wirtschaftlich verflochten.  Die Griechen haben ihren Fremdenverkehr und ihre Tourismusindustrie, und die hat es auch schon gegeben, bevor der Euro da war. Und die Deutschen haben auch vor dem Euro in Griechenland Urlaub gemacht. Was sie uns als europäische Idee verkaufen wollen, ist im Endeffekt die Entmündigung Griechenlands und seiner Bürger, die jetzt von einer Troika (Weltbank, IWF, und EZB) diktatorisch in die Mangel genommen werden. Es geht dabei um fette Pfründe, mal will an die griechischen Gas- und Öllagerstätten, die Inseln, die Häfen und das öffentliche Eigentum. Ganz nach dem Geschmack der “economic hit men” der Weltbank und des IWF. Das ist Ihre “europäische Idee”!! Plünderung, darum gehts! Und um die Absicherung der Bankster.

Wer die aufgeregten Kommentare angesichts der fortschreitenden Griechenland-Krise liest, wer den FDP-Chef Philipp Rösler reden hört, kann den Eindruck bekommen, die Europäische Union sei im Grunde nichts anderes als ein Konzern, entstanden aus der Fusion einer Anzahl größerer und kleinerer Firmen. Und nun, da sich ein Firmenzweig nicht rentiert, soll er abgestoßen werden, beziehungsweise freigestellt, wie es auf neudeutsch so schön verlogen heißt, wenn Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Wer sich jetzt darüber echauffiert, dass deutsches Geld für griechische Versäumnisse ausgegeben werden soll, hat den Grundgedanken Europas nie begriffen. Europa ist in erster Linie eine ideelle Gemeinschaft, die auf gemeinsamen kulturellen Werten basiert, wenn man so will: eine Familie. Wenn ein Familienmitglied in Schwierigkeiten gerät, und seien es auch selbstverschuldete, dann wirft man es nicht aus dem Haus. Man muss es ermahnen und auch Druck ausüben, den unguten Lebenswandel zu ändern. Vor allem jedoch muss man ihm helfen. Aber nicht etwa aus sentimentalen Erwägungen, sondern aus der Einsicht heraus, dass nur ein vereintes Europa den Frieden und den Wohlstand sichern kann.

Jetzt kommts aber ganz dick: Eine “Familie”, eine “ideelle Gemeinschaft” ist der Grundgedanke dieses Monsters in Brüssel? Mit welchen Ruten diese Familie ihr Mitglied gerade schlägt, kann man jetzt bestens beobachten.

Ein Rückfall in die Kleinstaaterei wäre ein zivilisatorischer Rückschritt. Kurzfristig würde die Illusion nationaler ökonomischer Stärke befördert, langfristig bliebe davon nichts übrig.

Wir haben innerhalb der EU einen zivilisatorischen Rückschritt in die Tyrannei zu beklagen. A propos “Kleinstaaterei und Illusion nationaler ..”.  Der Schweiz mit 9 Millionen Einwohnern oder Libyen mit 6 Millionen Einwohnern ging es bestens, bevor die Globalisten bzw. Eurokraten eine schärferen Blick auf diese “Kleinstaaten” nahmen.

Die unsichtbare Hand schaufelt weiter Geld

Denn anders als vielfach angenommen funktioniert der Kapitalismus nach wie vor hervorragend: Die unsichtbare Hand schaufelt weiter und immer schneller das Geld in die Taschen der Wettbewerbsfähigsten, nur sind es eben nicht mehr die Taschen der westlichen Industrienationen. Wir erleben gerade eine gigantische Umverteilung nach China, und das ist erst der Anfang. Indien wird folgen, Lateinamerika, und irgendwann auch Afrika.

Um in dieser neuen, sich gerade bildenden Weltordnung bestehen zu können, muss Europa einig sein. Und wenn diese Einigkeit nur erreicht werden kann, indem Deutschland dafür bezahlt, dann ist das erstens gut angelegtes Geld. Und zweitens nicht zu ändern.

Soll Deutschland der Zahlmeister Europas sein? Ja, bitte. Aus Überzeugung.

Man muss sich fragen, welche “Überzeugung” bei diesem Propagandaschund eine Rolle spielt!

Quelle:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,786532,00.html

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