Ex-Finanzminister Kudrin: Zwei bis drei Länder werden Eurozone verlassen müssen

MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti).
Alexei Leonidowitsch Kudrin

Zwei bis drei Länder werden nach Worten von Russlands Ex-Finanzminister Alexej Kudrin die Eurozone verlassen müssen.

“Ich glaube, dass die Währungskrise im Grunde genommen bereits begonnen hat. Aber die Frage besteht darin, womit diese Krise zu Ende geht”, sagte Kurdin am Freitag in einem Interview des russischen Fernsehens. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige Länder aus der Eurozone aussteigen, schätzte er auf 90 Prozent.

“Besonders kritisch ist das Schuldenproblem in Griechenland, Irland und Portugal. In nächster Zeit könnten auch Spanien und Italien in der Risikozone landen. Wir warten darauf, wie diese Länder das Problem ihres Schuldendienstes lösen werden. Aber die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, dem Markt dreijährige Kredite im Grunde genommen mit nachgedrucktem Geld zu gewähren, wird dem Problem nur für ein bis eineinhalb Jahre die Spitze nehmen”, sagte Kudrin.

1993 bis 1996 war Kudrin stellvertretender Oberbürgermeister Sankt Petersburgs. Schließlich wechselte er im Sommer 1996 nach Moskau, wo er auf Erlass des damaligen Staatspräsidenten Boris Jelzin stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung wurde. Von 1997 bis 2000 war er mit einigen Monaten Unterbrechungerster stellvertretender Finanzminister, bis er am 18. Mai 2000 auf Erlass des damals gerade neu gewählten Präsidenten Wladimir Putin zum Finanzminister ernannt wurde.

Am 26. September 2011 wurde Kudrin als Finanzminister entlassen.

In seiner Zeit als Mitglied der russischen Regierung galt Kudrin als einer der liberal orientierten Minister. In der Zeit seiner Amtsausübung als Finanzminister nutzte er die dank des Anstiegs der Erdölpreise hohen Staatseinnahmen dazu, die Staatsschulden zu tilgen und einen Stabilisierungsfonds für den Fall zukünftig sinkender Staatseinnahmen zu bilden. Auf diese Weise konnte die internationale finanzielle Reputation Russlands nach dem Staatsbankrott 1998 weitgehend wieder hergestellt werden. Außerdem wurde in seiner Amtszeit Ende 2000 eine Steuerreform durchgeführt und die Einkommensteuer auf den einheitlichen Satz von 13 Prozent gesenkt.

http://de.rian.ru/business/20120127/262562749.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexei_Leonidowitsch_Kudrin

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