Ex-US-Präsident Carter: US so kriegerisch wie kein anderes Land….

www.shutterstock.com, Nir Levy, 40672261

Jetzt hat sich der frühere US-Präsident Jimmy Carter zu Wort gemeldet und seinem Heimatland vorgeworfen, das „kriegerischte“ Land der Welt zu sein. Der frühere Präsident ist Mitglied der „Demokratischen Partei“ und damit per se sicher kein direkter Freund der „Republikaner“, die unter anderem die beiden Bush-Präsidenten, Donald Trump und Ronald Reagan hervorbrachten. Die „Demokraten“ allerdings haben die beiden ebenfalls vergleichsweise militärisch aktiven Präsidenten Bill Clinton und Barrack Obama hervorgebracht.

China als Vorbild

Jimmy Carter betonte zunächst, die USA haben in ihrer 242jährigen Geschichte lediglich in 16 Jahren „keinen Krieg“ geführt. Er meint unter anderem seine Regentschaft bis zur Ablösung durch Ronald Reagan.

Dennoch sind seine Anmerkungen interessant. So sei China eines der großen, diesbezüglichen Vorbilder. Er selbst habe das Verhältnis zu China im Jahr 1979 „normalisiert“, so Carter. Die Chinesen wiederum würden jetzt ein ungeheures Wirtschaftswachstum fabriziert haben – und dies legt oder lege nahe, dass die Fokussierung auf Kriege im Ausland auch ökonomisch unsinnig sind.

Ein Beispiel: In China würde es ungefähr 29.000 Kilometer Schnellverkehrsbahn geben. In den USA sucht man vergeblich nach dieser Form der schnellen Transporte. Die USA sind im Binnenland weiterhin auf die träge Eisenbahn wie auf Flugzeuge angewiesen. Fehlende Investitionen, so die Anmerkung dieser Redaktion.

Die USA hätten, hier setzt Carter wiederum ein, ungefähr 3 Billionen Dollar für das Militär ausgegeben. Das „Watson Institute of International and Public Affairs“ kommt einer Schätzung zufolge sogar auf Ausgaben in Höhe von 5,9 Billionen Dollar für die Kriege seit 2001. Diese Schätzung allerdings ist, so die Anmerkung dieser Redaktion, mit höchster Vorsicht zu genießen.

Investitionen in „Kriege“ und das Militär sind nicht einfach „weg“ oder vom Erdboden verschwunden, sondern landen in den Taschen von Einkommensbeziehern. Rüstungsindustrie-Eigentümern, Arbeitnehmern in der je eigenen Rüstungsindustrie und bei „Profits“ für US-Unternehmen ggf. auch wieder in den USA. Wie es etwa beim Öl vermutet wird. Brisant sind diese Ausgabe ökonomisch vor allem deshalb, weil sie in der Regel für Einkommen bei den ohnehin Herrschenden sorgen. Dies übersehen solche Studien.

Jedenfalls habe, so Carter, China „keinen Cent für Krieg ausgegeben, deshalb sind sie uns voraus. In fast jeder Hinsicht.“

Wenn die USA nicht in das Militär investieren würden, könnten sie mehr gute Straßen oder Brücken und ein „besseres Bildungssystem“ erzeugen. So Carter. Recht hat er. Aber das wissen wohl auch die Machthabenden in Washington. Es ist eine Frage der Interessen…

Die USA allerdings lassen sich derzeit nicht bremsen – wie unsere Berichte hier zeigen: https://www.digistore24.com/product/248615/?ds24tr=CAP_Neopresse_shop

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen