Explosion in iranischer Militärbasis ein Ergebnis von Stuxnet? — DEBKAfile

Ist der Computerwurm Stuxnet auf dem Kriegspfad im Iran?

Umfangreiche Untersuchungen über die tödliche Explosion einer ballistischen Rakete vom Typ Sejil-2 vom letzten Samstag (12. November 2011) in dem Alghadir-Militärkomplex der Revolutionsgarden  (IRGC) weisen zunehmend auf einen technischen Fehler im computergesteuerten Kontrollsystem der Rakete hin und nicht auf einem Fehler an der Rakete selbst. Die Sejil-2 Festbrennstoffrakete hat eine Reichweite von 2000 km und löste die Flüssigkeitsbrennstoffrakete Sahab ab. Unter den 36 Opfern der Explosion befand sich auch der Chef des iranischen Raketenprogramms Generalmajor Hassan Moghaddam. Die Militärbasis Alghadir liegt 46 Kilometer westlich von Teheran, wo die Erschütterungen deutlich zu spüren waren und Fensterscheiben zu Bruch gingen.

Seit dem Unglück haben Experten Tests an Raketen desselben Typs durchgeführt und an deren Startmechanismen. Bei ersten Untersuchung durch die IRGC kamen nach Aussagen von DEBKAfile-Quellen aus dem Militär und aus iranischen Quellen drei wichtige Punkte zutage:

  1. Generalmajor Hassan Moghaddam hatte die Spitze der iranischen Raketenexperten um eine Sejil-2-Rakete versammelt, um ihnen einen neuen Gefechtskopf vorzuführen, der auch nuklear bestückt werden konnte. Es waren keinerlei Versuche geplant. Den Experten wurde das neue Gerät gezeigt und man fragte sie nach ihrer Meinung.
  2. Hassan Moghaddam präsentierte den neuen Gefechtskopf mittels einer Computersimulation an der Rakete und zeigte diese an einem großen Bildschirm. Die Rakete explodierte in Folge einer Anweisung vom Computer.
  3. Der Gefechstkopgf expoldierte zuerst, dann der Festbrennstoff des Antriebssystems. So erklären sich die zwei aufeinanderfolgenden Explosionsgeräusche im 52 Quadratkilometer großen Militärgelände, die man in ganz Teheran vernahm, wobei die erste Explosion stärker war als die zweite. Weil keiner der Experten überlebte und sämtliches Equipment im Umkreis von 500 Metern pulverisiert wurde, haben die Untersuchungsmannschaften keine Zeugen und kaum physische Beweisstücke, mit denen sie arbeiten könnten.

Die Chefs der iranischen Geheimdienste haben für das Vorkommnis zwei Theorien entwickelt:

a) Westliche Geheimdiensten oder dem Mossad gelang es, in das Raketenteam einen Techniker einzuschleusen, der den Computer anwies, die fatale Anweisung zu senden.

b) Der Computer, der die Rakete kontrollierte, war mit dem Stuxnet-Virus infizierte und verursachte die Explosion, ohne dass jemand der Anwesenden etwas merkte, bevor es zu spät war.

Die zweite Theorie wird als die plausiblere angenommen und verursacht bei den Führern des Iran große Bedenken. Inmitten der steigenden Spannungen mit den USA und Israel wegen des iranischen Atomprogramms könnte es sein, dass ihr gesamtes Arsenal an ballistischen Raketen des Typs Shahab-3 and Sejil-2 solange außer Gefecht gesetzt ist, bis jede einzelne Rakete minutiös untersucht ist.

Westliche Geheimdienstler haben DEBKAfile erzählt, dass der Chef des iranischen Militärs, General Hassan Firouz-Abadi ein bißchen mit der Zeit spielte, als er diese Woche angekünigt hatte, dass durch die Explosion die Herstellung einer Experimentalwaffe durch die Revolutionsgarden nur um zwei Wochen verzögert worden sei. Diese Waffe sei ein Faustschlag ins Gesicht der arroganten USA und des Besatungsregimes in Israel.

Der Iran braucht aber Zeit, um die Ursache der fatalen Explosion zu untersuchen und muss jedermann überzeugen, dass das Computerkontrollsystem der Raketen vom Stuxnet-Virus gesäubert ist. Zwischen Juni und September 2010 sind erst die Urananreicherungsanstalt Natanz und der Atomreaktor in Bushehr dekontaminiert worden.  Wenn der Stuxnet-Virus wieder wütet, braucht der Iran laut Aussagen westlicher Experten einige Monate und sicher nicht nur zwei Wochen, wie General Firouz-Abadi sagte.

Dieselben Experten weisen auch die Behauptung einiger westlichen und russischen Computerfachleute zurück, dass der  Stuxnet-Virus und ein anderer Virus mit dem Namen “Duqu” etwas miteinander zu tun hätten.

Der Chef des iranischen Zivilschutzes, Gholamreza Jalali, sagte diese Woche, dass der Kampf gegen “Duqu” in seiner Anfangsphase stünde und der abschließende Bericht, welche Organisationen der Virus befallen habe und welche Auswirkungen das hätte, noch nicht fertig sei. Alle Organisationen und Zentren, die unter Verdacht stehen, befallen zu sein, seien unter Kontrolle.

Quelle:

http://www.debka.com/article/21496/

Kommentar: Die Frage ist, ob die Iraner überhaupt an einem nuklearen Sprengkopf arbeiten und ob es sich bei der Technik der “Experimentalwaffe” nicht um einen andere Technologie handelt, da an der Explosionsstätte keine Radioaktivität auftrat.

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