EZB-Sitzung: Das Strafzins-Zeitalter wartet…

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In der Euro-Zone sinken die Zinsen. Abhängig davon, ob dies noch am Donnerstag geschehen wird oder ist – oder erst im September, werden wir in Deutschland noch ein paar Tage Zeit haben, bevor weitere Vermögensverluste eintreten. Die Europäische Zentralbank EZB geht nach Meinung verschiedener Ökonomen „All-in“. Sie riskiert alles – was uns gehört.

Zinsen sinken: Alle sind betroffen

Die Zinsen werden endgültig als „Strafzinsen“ zu interpretieren sein. Denn die Zinsen sind für die Banken gedacht, die deren Einlagen teils bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Schon jetzt zahlen die Banken etwas Geld, zumindest -0,4 %. Wird die Bestrafung größer, werden Banken Ihr Geld nicht mehr verzinsen können. Möglicherweise werden Banken dann anfangen, in größerem Stil als bislang die Bankkonten ihrer Kunden, also Ihre Konten, noch mit weiteren Negativzinsen zu belasten.

Was passiert des Weiteren? Lebensversicherungen werden ihr Geld nicht mehr so gut verzinsen können wie bislang. Krankenkassen werden weniger Geld mit den Einlagen verlieren. Größere Fonds werden Geld verlieren und damit die Sparer mit geringeren Ausschüttungen belasten. Und selbst als Steuerzahler werden Sie zur Kasse gebeten. Auch staatliche Stellen haben teils Geld „überschüssig“. Die Einnahmen haben die Ausgaben überschritten. Das Geld können die Behörden derzeit mangels Kapazitäten bei Baufirmen und anderen Auftragnehmern kaum ausgeben. Sie kassieren dafür nur weniger als gedacht.

Die niedrigen Zinsen verzerren zudem alle Sachwert-Preise. Immobilien dürften relativ noch einmal teurer werden, als sie es bei halbwegs normalen Zinsen wären. Grundstücke werden teurer. Mieten steigen – und selbst Aktienkurse dürften relativ klettern. Sehr niedrige Zinsen lösen eine Geldflut aus, die umgekehrt Ihr Geldvermögen auch über eine höhere Inflationsrate netto entwerten wird. Dies ist nicht überall sichtbar, unter dem Strich aber rechnet die EZB jetzt schon mit steigenden Preisen. Die Inflationsrate darf ruhig „asymmetrisch“ sein, heißt es. Das bedeutet: Die EZB akzeptiert künftig Inflationsraten von mehr als 2 %. Ganz öffentlich. Ziehen Sie sich warm an – und schützen Sie sich. Lesen Sie hier weiter.

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