Facebook-Währung „Libra“ – jetzt hat auch Frankreich Angst

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Facebook möchte mit anderen Unternehmen die Währung „Libra“ einführen. Dies ist eine Kryptowährung ähnlich dem Bitcoin, die unabhängig von Zentralbanken ein Finanzsystem schafft, in dem Käufe und Verkäufe anonym abgewickelt werden. Facebook hat Zugriff auf mehr als 2 Milliarden Nutzer und kann versuchen, diese in das System einzubinden. Gelingt dies, dann werden die Zentralbanken viel Macht verlieren, da sie bis dato zumindest im Westen der einzige Produzent scheinbar staatlicher Währungen sind.

Macron-Regierung will Libra „europaweit verbieten“

Dabei will die Regierung Macron die Währung sogar verbieten. Bruno Le Maire teilte mit, dass er „systemische Risiken“ befürchte, die zu „erheblichen Störungen im Finanzsystem“ führen könnten. Privatunternehmen sollten nicht Herausgeber solcher Währungen sein. Vielmehr sollten Währungen „demokratisch kontrolliert“ werden können. Kritiker halten dies für einen „Treppenwitz“, insofern die Währungen insgesamt gerade nicht demokratisch, also transparent und in irgendeiner Form von Institutionen wählbar kontrolliert würden. Es ist gerade ein Zeichen für die Zentralbanken, unabhängig von der Politik zu agieren.

Das Geld selbst soll möglichst in der Schweiz zugelassen werden, so die bisherigen Berichte. Die Schweiz als neutraler Standort könnte sich tatsächlich eignen, insofern sie sich dem Zugriff internationaler Institute weit entziehen könnte. Da die EU offenbar insgesamt nicht gewillt scheint, die Währung zuzulassen, könnte sich hier ein recht günstiger und einfach umzusetzender Einstieg ergeben, so die Beobachter.

Tatsächlich dürfte sich das System kaum aufrecht erhalten lassen. Der Konkurrent von Facebook, „Telegram“, hat gleichfalls schon angekündigt, eine entsprechende Währung auf den Markt zu bringen. Die Bezeichnung: „Gram“. Der Gram soll im Oktober auf den Markt kommen. Dabei wird sich der Wert dieser Währung nicht an die bereits bestehenden Währungen koppeln, heißt es. Damit ist die Währung für bis zu 300 Millionen Nutzer eine noch unabhängigere Möglichkeit, am Finanzmarkt teilzunehmen. Es wird brisant, wie Sie auch hier lesen…

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