„Fachkräfteeinwanderungsgesetz“: So schlecht wie sperrig…

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Deutschland benötigt „Fachkräfte“ aus dem Ausland und möchte daher ein Gesetz verabschieden. Die Regierung möchte dieses Gesetz noch bis Ende Dezember präsentieren, wie nun am Dienstag bekannt wurde. Bislang liegen lediglich Eckpunkte zur Einigung über die Einwanderung vor. Demnach würde Deutschland zwischen Asylsuchenden und Einwanderern streng unterscheiden und nicht, wie etwa von der SPD gefordert, einen „Spurwechsel“ veranlassen. Dieser hätte zur Folge gehabt, dass Asylsuche zu Einwanderern hätten werden können, wenn Qualifikation und Bedarf hinreichend groß geworden sind.

Wir benötigen Fachkräfte aus Drittstaaten

Horst Seehofer als Innenminister verkündete die Eckwerte, wonach Deutschland die Fachkräfte aus Drittstaaten benötige, da es nicht ausreichen würde, „inländische Potenziale“ besser „auszuschöpfen“. Deutschland wächst zu schnell, die Unternehmen suchen derzeit Fachkräfte, ist allerorten zu lesen und tatsächlich im Gespräch mit Unternehmern auch zu hören.

Auch die SPD freut sich über die eigene Regelung – sie wäre „pragmatisch und lebensnah“. Die Regelungen sehen vor, dass „qualifizierte Fachkräfte mit Berufsausbildung“ zur „Jobsuche“ nach Deutschland einwandern könnten. Die Einreiseerlaubnis würde für sechs Monate gelten, meinte Horst Seehofer.

Dabei ist die Regierung der Meinung, die „fehlenden Fachkräfte“ seien ein „Hauptproblem“ für Unternehmen. Da der Arbeitsmarkt noch enger würde, sollte sich dieses Problem künftig verschärfen. Allerdings blieb die Regierung bis dato Zahlen dazu schuldig, zumal der zusätzliche Bedarf auch in Deutschland durch Schulungen weiter reduziert werden könnte. Die Ausbildungsordnungen gelten als zu komplex. Gerade in Bereichen, die aktuell als krisenhaft gelten, wie etwa der gesamte Pflegebereich – dort dauern Ausbildungen Jahre und sind bezogen auf die späteren Entgelte schlicht nicht attraktiv genug.

Unabhängig davon sei daran erinnert, dass die Schröder-Regierung bereits Fachkräfte angeworben hatte. Dies jedoch gelang in ausgesprochen bescheidener Anzahl. Ein Flop, wie Beobachter damals meinten. Der nächste Merkel-Flop.



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