Faktoren für schwere Verläufe bei Corona inzwischen gefunden

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Die aus unserer Sicht derzeit größte Studie zum Verlauf von Corona-Erkrankungen hat einen Durchbruch bei der Identifikation von Faktoren und Symptomen für die Schwere des Verlaufs gefunden. 16.749 Patienten und deren Krankheitsdaten bilden die Grundlage der Forschung der Universität Liverpool zum Verlauf der Erkrankungen. Die Studie führt die Daten von insgesamt 166 britischen Krankenhäusern zusammen und umfasst den Verlauf zwischen Februar bis Mitte April.

Eine Einschränkung: Bis dato ist diese Studie noch nicht von anderen Forscher überprüft worden, was im wissenschaftlichen Raum wiederum bedeutet, dass sie im akademischen Kreis noch nicht anerkannt ist.

Alter und Vorerkrankungen: Wie erwartet

Wie erwartet zeigte sich, dass das Alter und die Vorerkrankungen eine große Rolle spielen. Dabei waren die Patienten, die in das Krankenhaus eingeliefert werden mussten, im Mittel 72 Jahre alt. Gut 60 % der Patienten sind männlich, dementsprechend 40 % weiblich. Innerhalb dieser Gruppe waren wiederum 6 % schwanger.

Im Durchschnitt wiesen die Patienten vier Tage vor der Einlieferung in die Klinik die ersten Symptome auf. Sie blieben im Mittel sieben Tage im Krankenhaus.

Eine besondere Rolle spielten offenbar chronische Herzerkrankungen, die in 29 % der Fälle auftraten. Diabetes als Grunderkrankung wurde bei 19 % der Patienten nachgewiesen. 14 % wiederum litten unter Asthma. Weitere Erkrankungen, die gehäuft auftraten: Übergewicht, Demenz und chronische Krankheiten.

Achtung: Etwa 47 % der Patienten hatten keine (!) Vorerkrankungen. Zu dem Symptomen, die auftraten, zählten häufig Husten mit einem Anteil von 70 %, Fieber mit 69 % sowie Kurzatmigkeit bei 65 % der Patienten. Nur 4 % aller Patienten in den Krankenhäusern wiesen überhaupt keine Symptome auf. 29 % der Patienten hatten Beschwerden mit dem Darm, nur 4 % allerdings wiesen ausschließlich Probleme mit dem Darm auf.

Insofern ist es dieser Studie zufolge unwahrscheinlicher, ohne Symptome positiv getestet zu werden und in ein Krankenhaus zu kommen. Ohne Grunderkrankungen hingegen ist das Risiko bei weitem nicht so gering, wie vielfach angenommen.

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