Fast totgeschwiegen: Die „Fahrverbots“-Gegendemonstration in Stuttgart wird größer

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„Gelbwesten“ gibt es nicht nur in Frankreich. Auch in Deutschland wird demonstriert. Medial nicht ganz so gern und häufig aufgegriffen. Dennoch: Der Protest läuft. Am Wochenende waren es in Stuttgart wieder 1.000 Fahrverbotsgegner, die nach den Worten der „Stuttgarter Nachrichten“ der Veranstaltung wieder „neuen Schwung“ geben.

Diesel-Demo….

Die „Stuttgarter Nachrichten“ nennen die Veranstaltung eine „Diesel-Demo“. Demonstrationen gegen Diesel-Fahrverbote jedenfalls, die von der Behörde ausgesprochen worden sind. Stuttgart gilt als besonders dieselfeindlich. Anders als etwa München, wo die Behörden die Fahrverbote vermeiden wollen. Dort vermutet der Staat, dass die betreffenden Autofahrer einfach durch Wohngebiete fahren würden, um zum Ziel zu gelangen. Der Verkehr würde sich demnach nicht reduzieren, sondern einfach in ungeeignetere Gegenden verlagern.

In Stuttgart beobachtet immerhin ein lokales „Großmedium“ das Geschehen. Die Stuttgarter Nachrichten beschreiben, wie sich die Demonstration dagegen wehrt, dass „immer nur Politik“ zu „Lasten des kleinen Mannes gemacht“ würde. Mitten drin: Zwei CDU-Bezirksbeiräte. Eines der beiden Mitglieder in Warnweste.

„Grüne raus“, hallt es offenbar durch die Stadt oder wenigstens durch die Straßen, auf denen demonstriert wird. Ob dies die Stimmung tatsächlich beschreibt? Eher nicht. Denn es geht in Deutschland und auch in Stuttgart nicht nur gegen die „Grünen“ und deren Umweltpolitik, es geht wie in Frankreich gegen das Gefühl, von oben herab regiert zu werden. Lange Zeit verschwiegen haben die Franzosen den Umstand, dass nicht nur eine Steuerfrage im Zentrum der Diskussionen stand, sondern die ausufernden Vorteile der Regierung Macron bei der Behandlung ihres Klientels, der Wohlhabenden. In Deutschland richtet sich der Protest in Stuttgart, aber auch in Gruppierungen wie „Aufstehen“ längst nicht mehr nur gegen Fahrverbote. Es geht um Bevormundungen, um verarmende Rentner und vergessene Wohnungslose. Es geht um mehr bezahlbaren Wohnraum, die besseren Bildungschancen und bezahlbare Energie. Also gegen Elite-Projekte.

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