FDP findet heraus: Mehr als 70.000 Flüchtende trotzt DUBLIN-VERBOT in Deutschland

Quelle: Janossy Gergely / Shutterstock.com

Das ursprüngliche Dublin-Abkommen war eindeutig: Wer irgendwo einen Asylantrag stellt, muss dort verbleiben. Bis der Antrag angenommen oder abgelehnt wird. Die Kanzlerin selbst hält das Abkommen, für das sie mit verantwortlich zeichnet, für nicht durchsetzbar. Oder so ähnlich, jedenfalls für unrealistisch. Das ist es wohl, wie jetzt die FDP herausfand. So hat die Partei der Liberalen bei der Bundesregierung angefragt, wie viele Menschen trotz eines woanders gestellten Asylantrags nach Deutschland weiter gereist sind. Die Antwort hat es in sich.

Fast 74.000 Flüchtende einfach nach Deutschland gereist

Seit Jahresanfang sind genau 73.708 Menschen offiziell nach Deutschland gereist, heißt es. Die Bundesregierung meldet auf die Anfrage hin zudem, dass darunter 60.875 Flüchtende waren, die im sogenannten Asylregister Eurodac mit einem Asylantrag eingetragen worden sind. Mehr als ein Viertel, exakt 25.632 Menschen, sind dabei aus Italien, Spanien oder Griechenland weiter gereist. Die Differenz zwischen 60.875 und den annähernd 74.000 Menschen erklärt sich durch den Umstand, dass die verbleibenden Menschen (fast 13.000) in den betreffenden Ländern der EU registriert worden sind, ohne einen Antrag auf Asyl zu stellen. Annähernd alle betreffenden Flüchtenden sind aus den oben genannten Ländern Italien, Spanien sowie Griechenland zu kommen.

Dabei ist brisant, dass die auf Betreiben von Seehofer und Merkel mit Griechenland sowie Spanien vereinbarten Rückführungen nur jene betreffen, die schon einen Antrag auf Asyl gestellt hatten sowie über Österreich kommen. Dementsprechend gering ist die Erfolgsquote. Zwischen dem 23.6. und dem 12.8. sind lediglich 143 Betroffene registriert worden. Das Ergebnis zeigt, dass die Vereinbarungen faktisch in Bezug auf die Gesamtgröße des vermeintlichen Problems nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Ein politisches Jammerspiel, das Merkel und Seehofer aufgeführt haben.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen