Fehler im Corona-Kampf: Trauriges Kapitel für RKI und WHO

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Das Corona-Virus und dessen Bekämpfung hinterlassen immer mehr Fragezeichen. Nun sieht es so aus, als würden das RKI und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) der zahllosen Kette an Fehlern einen weiteren großen Lapsus angefügt haben. Darauf verweist die „New York Times“, die eine Studie erwähnt. Diese Studie zeigt, dass das Virus schon Ende Januar bekannt war und hätte berücksichtigt werden können.

Erreger bei deutschem Patienten am 27. Januar 2020 nachgewiesen

Camilla Rothe, stellvertretende Leitung des Infektions- und Tropenmedizin-Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität München, wies das Virus bereits am 27. Januar 2020 bei einem deutschen Patienten nach. Der Mann arbeitete beim bayrischen Autozulieferer Webasto, der wiederum mit einer Kollegin zusammenarbeitete, die aus China stammt und in Deutschland keine Symptome aufwies. Nach ihrer Rückkehr wurde das Virus bei ihr in Shanghai nachgewiesen.

Die überwiegende Anzahl an Wissenschaftlern ging damals davon aus, dass lediglich die Patienten infektiös und damit ansteckend seien, die auch Symptome zeigen. Camilla Rothe bezweifelte dies. Sie fand heraus, dass der Erreger auch während der sogenannten Inkubationszeit weitergegeben werden könne, also auch ohne Symptome. Genau dies hatte die chinesische Mitarbeiterin von Webasto gezeigt.

Brisant ist die Entdeckung deshalb, weil mit diesem Wissen zahlreiche Maßnahmen früher hätten eingeleitet werden können oder gar müssen, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden – unter anderem an den Hot Spots in Heinsheim (Deutschland) oder Ischgl (Österreich). Der Chef der Forscherin, Michael Hölscher, konnte zusammen mit Camilla Rothe und deren Team am 30. Januar bereits im „New England Journal of Medicine (NEJM) einen entsprechenden Bericht verfassen. Schwarz auf Weiss notierten sie, dass auch Patienten ansteckend seien, die (noch) keine Symptome aufweisen.

Die Kritik daran liest sich ex post wie ein schlechter Scherz: Die Forscher hatten sich lediglich auf den Bericht eines Gesundheitsbeamten gestützt und nicht mit der Patientin aus China – die mittlerweile wieder in China lebte – gesprochen. Der Gesundheitsbeamte wiederum sprach von leichten Schmerzen und Müdigkeit, jedoch nicht von einer Infektion mit dem Corona-Virus. Das RKI wiederum hat selbst mit der Frau gesprochen, meldet die „New York Times“ –und dies gleich zweimal. Das RKI merkte an, dass die Frau Symptome haben würde, aber diese nicht als Signal für eine Erkrankung am Sars-Cov-2-Virus erkannt hatte.

Allerdings hat ein zweites Team vom „Bayerischen Landesamt fürGesundheit und Lebensmittelsicherheit“ (LGL) und vom RKI selbst nur Stunden später ein ähnliches Ergebnis formuliert. Patienten wären auch dann infektiös, wenn noch nicht alle Symptome aufgetreten wären. Patienten also müssten die Infektion noch gar nicht bemerken. Das RKI also hätte durchaus Bescheid gewusst, wird hier gezeigt – und hier lesen Sie mehr zu diesem Skandal.

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