Femen: Attacke auf europäische Staaten

Auszug aus COMPACT 6/2013

Femen zappelt und tittelt weiter rum.

Ein Auszug aus dem Artikel von Friederike Beck in COMPACT 6/2013 “Sextrem gegen alle Werte”. COMPACT kann man hier bestellen.

(Auszug COMPACT Anfang)

Nachdem die Femen im Zuge ihrer Pussy Riot-Solidaritätsaktionen die Ukraine verlassen mussten, übersiedelten sie zunächst nach Paris. Im September 2012 eröffneten sie dort ein neues Hauptquartier in einem stark muslimisch geprägten Viertel. Ende Januar 2013 wurde die deutsche Sektion gegründet. Seither fanden Aktionen auf der Reeperbahn („europäisches Zentrum des Sex-Genozids“), auf der Berlinale („Stoppt Vaginal-Beschneidung“) gegen ein NPD-Treffen in Berlin (“Kein Asyl für Nazis”) und gegen eine Moschee im dortigen Stadtteil Neukölln (“Fuck your morals, fuck Islamism”) statt. Im März 2013 attackierte Vorzeige-Frau Schewtschenko auf einem EU-Treffen in Dublin den CDU-Außenpolitiker Elmar Brok: „Sie packt ihn an der Krawatte, schlägt mit den Fäusten auf ihn ein, schreit immer wieder kaum verständliche Parolen. Ein Sicherheitsmann stellt sich zwischen den Politiker und die tobende Frau, hält sie von ihm fern.“ (Bild) Femen wirft Brok vor, in der Ukraine Prostituierte besucht zu haben – was sich mittlerweile als falsch herausgestellt hat.

An der Aktion auf der Hannover-Messe gegen Putin waren neben Schewtschenko und Oxana Tschatschko die Hamburger Philosophiestudentin Josephine Witt (19) und die Berliner Ingenieurwissenschaftlerin Klara Martens (Anfang 20) beteiligt. Letztgenannte trat seither öfter im Fernsehen auf und wird offenbar als eine Art „deutsches Gesicht“ der Organisation aufgebaut, obwohl unter den 20 Aktivistinnen (vor allem in Berlin und Hamburg) Einwanderinnen tonangebend sind: die Russin Irina Khanova und die abanische Mazedonierin Zana Ramadani. Pikant: Frau Ramadani ist Mitglied der CDU.

Ein vorläufiges Fazit: Wo immer die Femen auftreten, sind Aktionen gegen sexuelle Ausbeutung nur der Einstieg. Im nächsten Schritt werden die Damen geopolitisch. Ganz im Sinne des „Kampfes der Kulturen“ (Samuel Huntington), den die US–Neokonservativen seit Anfang der 1990er Jahre propagieren, sollen die Femen offensichtlich die europäischen Staaten an zwei Fronten in Stellung bringen: gegen den Islam und gegen Russland. Sowohl Frankreich als auch Deutschland haben große muslimische Bevölkerungsanteile. Der tatsächlich bedenkliche, steinzeitliche Salafismus wird von Femen nicht bei dessen Förderern, also vor allem in Riad oder Washington, angeprangert, sondern vor Moscheen in Paris und Berlin. Spekuliert werden darf über die Aussicht, Deutschland und andere europäische Länder demnächst im Femen- und Mohammed-Karikaturen-Clinch mit ihren muslimischen Minderheiten zu sehen. Dabei geht es Femen nicht um die Verteidigung des Christentums, sondern, ähnlich wie Pussy Riot, um Hetze gegen jede Form von Religiösität.

Außerdem schüren die Femen, wo immer sie auftreten, die Gegnerschaft zu Russland. Mit dem schrillen, ordinären Nackt-Protest werden alte Klischees und Traumata in der deutschen Seele aus der Zeit des Kalten Kriegs und davor wieder aufgewärmt. Femen – das sind die nützlichen Idiotinnen des neuen Kalten Krieges.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen