Finanzielle Inklusion: Neusprech nach Orwell-Art

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„Finanzielle Inklusion“ klingt nach Integration. Nach guter und heiler Welt. Diesen Begriff schiebt eine große Koalition von Institutionen in die öffentliche Diskussion, die das Bargeld am liebsten abschaffen möchte. Bemerkenswert ist die fast kunstvolle Form, die öffentliche Diskussion zu beeinflussen. Buchautor Norbert Häring vergleicht den „Neusprech“ mit dem, was George Orwell angekündigt hatte. Die Umkehrung des Sinns.

Freiheit ist Sklaverei

Berühmt geworden ist seine Umkehrung „Freiheit ist Sklaverei“. In bemerkenswerter Voraussicht beschreibt diese Parole das, was derzeit im Internet – beispielsweise – gespielt wird: Die Politik versucht mit einem unnachgiebigen Kampf gegen Desinformation, die gute Welt vor den schlechten Einflüssen zu bewahren. Kanzlerin Merkel wehrt sich jetzt gegen „Desinformationskampagnen“. Die Freiheit der freien Rede führt uns direkt zur Sklaverei, könnte man ihr assistieren.

Die Rädelsführer der Bargeldabschaffung machen es derzeit ähnlich. Dahinter verbergen sich Unternehmen wie Kreditkartenfirmen, also Mastercard oder Visa. Auch das US-Außenministerium hilft mit. Und Bill Gates mit seiner bekannten Stiftung. Zunächst wollen sie der afrikanischen Welt helfen, sich den modernen Technologien anzuschließen und damit effektiv e Systeme zu etablieren.

„Hilfe für finanzielle Ausgeschlossene“? Die „Consultative Group“ ist der Auffassung, die Regierungen müssten sich mit dem privaten Sektor verbinden, um „nachhaltig“ effektiv zu sein. Das heißt: Wenn die Privaten mitmischen und Geld verdienen, erzeugt der Markt die Lösungen. Visa-Vorstandsvorsitzender Al Kelly verlangte dafür, „Barzahlungen in elektronische Zahlungen zu transformieren“. Das sei der „Wachstumshebel“. Die „Prinzessin der Niederlande“, Königig Maxima, assistiert: „Der Feind ist das Bargeld“.

Die „Weltbank“ wiederum macht es etwas origineller: Orwell lässt grüßen. „Finanzielle Inklusion“ heißt dort, dass 59 % aller Menschen, die kein Konto hätten, angeben sie würden nicht über hinreichend viel Geld verfügen, das sie sinnvoll verwenden könnten. Kämen Sie auf die Idee, dass wir dafür sorgen müssten, dass die Armen mehr zur Verfügung haben? Die Weltbank nicht:

„Finanzdienste (sind) noch nicht bezahlbar genug oder nicht genug auf die Nutzer mit niedrigen Einkommen zugeschnitten“. Und weiter, in Zusammenarbeit mit der Bill-Gates-Stiftung und der „Besser-als-Bargeld-Allianz“: Mehr als 75 % aller Erwachsenen mit unter 2 Dollar Budget am Tag wiederum würden per digitalen Zahlungen „die Gelegenheit (erhalten….), in ein System automatischen Sparens oder wiederkehrender Spar-Aufforderungen einzubinden, was helfen kann, psychologische Barrieren gegen das Sparen zu überwinden.“

Das ist Orwell. Meinen wir.



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