Fleisch: Nicht nur ungesund, sondern demnächst wohl auch teuer ….

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Nach einem Bericht des „Spiegel“ soll die Regierung eine Art von Fleischsteuer einführen. Dabei schlägt die Expertenkommission einen Preis in Höhe von 40 Cent pro Kilo vor. Wer aktuell Fleisch etwa für Preise von 5 Euro pro Kilo erwirbt (Discounter-Fleisch), müsste damit 8 % mehr als bislang zahlen. Dies soll den Konsum von Fleisch am Ende reduzieren. Die Diskussion steht im Zusammenhang mit dem Versuch, die Massentierhaltung zu verbessern bzw. die Nutztierhaltung artgerechter werden zu lassen.

Demzufolge würden auch andere Produkte aus der Landwirtschaft höher besteuert. 2 Cent pro Kilo Milch seien im Gespräch, pro Kilo Milchprodukte und für Eier. 15 Cent mehr sollten die Produkte Käse, Butter oder Milchpulver pro Kilo kosten. Wenn die Experten sich durchsetzen, wird das zusätzlich gewonnene Geld eingesetzt, um die Verluste von Landwirten auszugleichen, die sich für eine tiergerechte Haltung einspannen ließen. Der Entwurf sieht allerdings nur vor, die Verluste im Umfang von 80 % bis 90 % auszugleichen. Offenbar sollen die Landwirte den Rest der Mindereinnahmen aus den laufenden Einkommen bestreiten.

Proteste der Landwirte

Seit Wochen sind immer wieder Proteste von Landwirten auf den Straßen Deutschlands sichtbar, die sich u.a. gegen die stetige Mehrbelastung der Landwirtschaft richten. Die Grünen sind darauf mit einem anderen Vorschlag eingegangen. So hat Robert Habeck gefordert, „Ramschpreise“ politisch zu unterbinden. Dafür solle es einen „Tierschutzcent“ für tierische Produkte geben. Mit anderen Worten: Gleichfalls eine Steuer, die hier nur niedriger ausfällt. Wer beispielsweise Fleisch erwirbt und typische Mengen von 100 bis 150 Gramm pro Portion verlangt, würde mit einem „Cent“ demnach nur bis zu 1 % „Steuern“ auf diese Produkte zahlen.

Die Diskussion richtet sich allerdings in den vergangenen Wochen nicht nur gegen die Massentierhaltung, sondern soll auch dem Klimaschutz dienen. Hiergegen wandten sich zahlreiche Kritiker.

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