Folgen des Lockdowns, Folge X: Herzinfarkte und Co. weniger behandelt

Zu den Folgen des Corona-Lockdowns zählt zahlreichen Berichten auch die schlechtere Versorgung vieler Menschen. So hat nun eine Untersuchung in Großbritannien Hinweise darauf erbracht, dass Herz- und Krebskranke sich seltener ins Krankenhaus begeben haben. Eine Zahl dazu: Koronare Herzerkrankungen sind fast 20 Jahre lang zurückgegangen. Nach Einführung des Lockdowns hingegen nahm die Anzahl der koronaren Herzerkrankungen wieder zu. Ein eindeutiger Befund, wie Kritiker meinen.

Große Angst der Menschen

Der Präsident der Herz-Kreisluaf-Gesellschaft Großbritanniens etwa äußerte sich eindeutig: “Es scheint, dass die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Herzinfarkten allgemein zurückgegangen ist (…) Die Zahl der Anrufe zur Notfallbehandlung von Herzinfarktpatienten ist um etwa 40 % zurückgegangen (…) Es scheint auch einen erheblichen Rückgang bei Einweisungen wegen akuten Koronarsyndromen zu geben (…) Eine Reihe von Abteilungen berichtete auch von Menschen, die mit herzinfarktbedingten Beschwerden spät vorstellig wurden (…) Die Befürchtung ist, dass die Menschen die Symptome aussitzen statt Hilfe zu ersuchen.”

Tatsächlich sind offensichtlich die Diagnosen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Großbritannien um etwa 40 % zurückgegangen. Da es 170.000 Todesfälle mit einer entsprechenden Ursache geben soll, ist dies ein deutlich größeres Problem als in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Niemand wird die Verteilung bestimmen können, die auf den Lockdown zurückgeht und diejenige, die auf Angst vor den Zuständen in den keimbesetzten Krankenhäusern zurückzuführen ist. Unstrittig dürfte jedoch sein, dass die Folgen immens sind. Eine der Folgen: Auch in Großbritannien gibt es inzwischen wieder eine erhebliche Anzahl an leeren Krankenhausbetten. Insofern werden auch krebskranke Menschen deutlich schlechter versorgt. Die Probleme dürften vor allem noch kommen.

Denn am Ende eines Lockdowns, so befürchten Beobachter, könnten die Briten – und ähnlich auch deutsche Krankenhaussysteme – die dann steigende Nachfrage nicht ohne weiteres bedienen. Wer also mit anderen Erkrankungen den Lockdown bis dato überlebt hat, muss damit rechnen, dass die Kapazitäten in den kommenden Monaten dennoch nicht reichen werden. Eine horrende Vorstellung. Weitere Zahlen finden Sie hier. 

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