Freund Sarkzys ermordet: Jüdischer Hotel-Milliardär tot aufgefunden

Der französische Hotelier Claude Dray im Reichenviertel von Paris ermordet

Claude und Simone Dray

Claude Dray, 76, wurde am Dienstag, den 9. November 2011 in seinem Luxusanwesen im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine tot aufgefunden. Dray wurde am Montagabend von seinem Butler das letzte Mal lebend gesehen; der Bedienstete war es auch, der den Milliardär am nächsten Morgen leblos ausgestreckt auf dem Fußboden fand, nur mit T-Shirts und Shorts bekleidet. Nichts deutete auf einen Einbruch oder einen Kampf hin. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der Täter drei Kugeln auf den Milliardär abgefeuert; eine davon traf ihn im Hals.

Dray war einer der promonentesten Juden in Frankreich und war in der Vergangenheit Drohungen ausgesetzt. Seine Palastvilla “Madrid” galt als eines der abgesichertsten Gebäude in Paris. Die Villa wurde rund um die Uhr von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten, Kameras und Infarrot-Sicherungsanlagen waren in Betrieb. Niemand hatte etwas gehört und man nimmt an, dass die Mordwaffe  mit einem Schalldämpfer ausgerüstet war.

Simone Dray, seine Ehefrau, war zum Zeitpunkt der Tat in den USA, wo ihr Mann vier Jahre zuvor das Art-Deco-Hotel ” National Hotel” in South Beach, Florida, gekauft hatte. Dray gehörte auch das Hotel de Paris in Saint Tropez, eine der populärsten Prominententreffs an der französischen Riviera.

Simone und Claude Dray betätigten sich auch als äußerst erfolgreiche Kunsthändler. Seit dem Jahre 2009 wurden sie erpresst und die Pariser Staatsanwaltschaft hatte 2009 eine Ermittlungsverfahren eröffnet, dieses aber 2010 wieder geschlossen.

Dray war ein Selfmademan. Geboren und aufgewachsen in Oran (Algerien), hatte er als junger Mann Betriebswirtschaft studiert und anschließend in den Sechzigerjahren die Hotelkette „Cidotel“ gegründet. Bald kam eine Parfümeriekette hinzu, außerdem stieg Dray in eine Immobiliengesellschaft ein.

Nicholas Sarkozy (auch genannt SarkoCIA, wegen seiner engen Verbindungen mit dem CIA) war lange Jahre Bürgermeister von Neuilly und baute eine enge Freundschaft mit den Superreichen seine Stadtteils auf, unter anderem mit Dray und der Madame Liliane Bettencourt, der Erbin des L’Oreal-Konzerns und (offiziell) reichsten Frau Frankreichs. Diese hatte Sarkozy mit reichlich “Spenden” bedacht, woraus sich ein großer Skandal entwickelte. Den Skandal um die Wahlkampfgelder Gaddafis konnte Sarkozy durch die Ermordung von Gaddafi noch rechtzeitig unter den Teppich kehren.

Quelle:

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/8850509/Billionaire-French-hotelier-shot-dead-in-professional-hit.html

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