Frühere Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche: Zwangsisolation in Pflegeheimen beenden

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Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Margot Käßmann, forderte in der „Zeit“ nun, die Zwangsisolation alter Menschen in den Pflegeheimen zu beenden. Dies ginge so nicht weiter, so die Theologin. Niemand dürfte in den „Heimen alleingelassen“ werden. Angehörige würden noch immer daran gehindert, Kontakt zu Heimbewohnern zu pflegen. „Viele führen sich geradezu ihrer Freiheit beraubt.“

Auch die Kirchen sollten sich darum bemühen, dass niemand „in Einsamkeit und Isolation“ verzweifeln müsse. Zudem dürfte kein Mensch „allein, abgeschottet“ und ohne „seelsorgliche Begleitung sterben“ müssen. Forderungen, die wir hier ausdrücklich ebenfalls schon betont hatten.

Die sogenannten Lockerungsmaßnahmen gehen vielen Politikern in Deutschland schon viel zu weit. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz ist offenbar anderer Meinung. Laut “Osnabrücker Zeitung” spricht der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, inzwischen von “Freiheitsberaubung”, deren tägliche Begleiter die Isolation und Einsamkeit der Menschen in Pflegeheimen seien. Inzwischen sind Besuchsverbote zwar aufgehoben. Dennoch habe sich für die “Betreuten” kaum etwas geändert. Beispielsweise ist es Angehörigen nicht möglich, die Bewohner spontan zu besuchen, auch seien kurze Spaziergänge in der Umgebung der Einrichtungen nicht möglich.

Hochsicherheitszonen sollten nicht sein

Brysch zählt sich sicherlich nicht zu den Corona-Skeptikern – denn er verweist darauf, dass das Virus für die Bewohner hochgefährlich sei. Andererseits dürfe es nicht sein, dass die “Einrichtungen zu Hochsicherheitszonen” ausgebaut würden. Dies sei mit Lebensfreude, mit Menschenwürde und mit Selbstbestimmung nicht zu vereinbaren. Tatsächlich fordere er von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein menschliches Konzept.

So sei es notwendig, Kontakte zu dokumentieren sowie Menschen, die infiziert seien, von denen, die nicht infiziert sind zu trennen. Ebenso obligat sei eine Trennung der Menschen, deren Ergebnis noch nicht vorliegen würde, gleichfalls bei Neuaufnahmen. “Unverhältnismäßig” jedoch wäre es, alle Bewohner in derselben Art und Weise zu beschränken.

Spahn solle in der Altenpflege “kreativ” werden, so der Funktionär. Die Politik aber würde die Einrichtungen noch immer nicht “wirklich im Blick haben”, monierte Brysch. Sowohl die Bewohner selbst wie auch die Pflegekräfte in den Einrichtungen würden sich weiterhin im “Krisenmodus” befinden, während Krankenhäuser sowie niedergelassene Ärzte mit acht Milliarden Euro auf eine zweite Welle vorbereitet würden. Auch einen finanziellen Ausgleich benötigten die Pflegeeinrichtungen, da es coronabedingte Leerbetten gäbe. Dies sei hochheitliche Aufgabe der Bundespolitik – also auch von Jens Spahn. Tatsächlich scheinen auch die Medien lieber ausführlich über Demonstrationen, sogenannte Leugner, Zweifler, Skeptiker und Co. zu berichten als über die faktische Gefangenschaft der Menschen in Pflegeheimen. Ein medienpolitischer Skandal im Haltungs-Deutschland. Hier lesen Sie über den ganzen Skandal.

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