Fünf Faktoren: Warum bestimmte Länder viel weniger Ansteckungen haben

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Die Ansteckungs- und Todesfallzahlen in der Corona-Krise unterscheiden sich nicht nur weltweit massiv, sondern auch innerhalb Deutschlands. Wer in Bayern oder in Baden-Württemberg lebt, wird ein vollkommen anderes Bild von den Infektionen haben als Menschen in Schleswig-Holstein oder in den sogenannten neuen Ländern im Osten der Republik. Fünf Faktoren zeigen, warum die Ansteckungsraten dort geringer waren, sind und wohl auch noch bleiben – möglicherweise ein Fingerzeig für all jene, die den Schutz erhöhen möchten.

Anders organisiert

Bis dato sind in den neuen Ländern weniger als 8 % der Todesfälle der gesamten Republik verzeichnet worden. Das ist erheblich genug, um sich die fünf Faktoren anzusehen.

  1. Erstaunlich: Mehr ältere Menschen

Erstaunlicherweise spielt das höhere Durchschnittsalter der Menschen offenbar eine Rolle. In den neuen Ländern sind 25 % der Menschen “älter”, während im Westen der Anteil mit 17 % geringer ist. Die Erklärung: viele ältere Menschen verlassen die Wohnung/das Haus oder die Unterkunft wesentlich seltener als die jüngeren.

2. Kombination mit der geringen Bevölkerungsdichte

Dieser Faktor ist in Kombination mit der geringeren Bevölkerungsdichte zu sehen: Alle fünf Länder sind deutlich geringer besiedelt. Teils wohnen weniger als 100 Menschen auf einem Quadratkilometer, teils etwas mehr. In Nordrhein-Westfalen teilen sich über 500 Menschen einen Quadratkilometer.

3. Ländlichkeit

Dazu passt, dass die neuen Länder wesentlich weniger prägende Metropolen beheimaten. Leipzig ist zu nennen, Dresden, vielleicht Jena. Deshalb sind gerade die neuen Länder mit den neuen Lockerungsbemühungen offensichtlich schneller als die westlichen oder die alten Länder.

4. Lokalere Orientierung

Zudem sollen sich die Menschen in den neuen Länder soziologischen Studien zufolge wesentlich regionaler orientieren als die Menschen in den alten Ländern. Sprich: Die Reisen sind deutlich weniger weiträumig. Auch das mindert die Ansteckungsgefahr statistisch unmittelbar einleuchtend.

5. Weniger Exporte

Die Wirtschaft schließlich ist noch einmal deutlich weniger exportlastig als im Westen. Das hat zur Folge, dass die Kontakte in Krisengebiete wie in Österreich oder nach Italien statisch deutlich geringer sind – auch dies stabilisierte und stabilisiert die Bevölkerung ersichtlich.

Mit anderen Worten: Wer Risikogruppen schützen möchte, sollte sich weniger als Zwangsmaßnahmen versuchen, sondern ggf. Reisen und Aufenthalte im Osten fördern – ganz offensichtlich.

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